Shopify B2B ohne Plus: Was geht und wann Plus sich lohnt

B2B geht auf Shopify auch ohne Plus, mit klaren Grenzen

Ja, B2B funktioniert auf Basic, Grow und Advanced. Laut Shopify Help Center sind Unternehmensprofile, bis zu 3 aktive B2B-Kataloge, Mengenrabatte, Zahlungsbedingungen und gespeicherte Kreditkarten ohne Zusatzkosten enthalten. Für B2B- und D2C-Bestellungen nennt dieselbe Seite, falls zutreffend, unterschiedliche variable Plattformgebühren. Plus brauchst du laut Plan-Tabelle für unbegrenzt viele Kataloge, für Kataloge direkt je Unternehmen oder Standort und für Anzahlungen, Teilzahlungen und Zahlungsaufforderungen pro Fulfillment.

Diese Seite zeigt dir, was in welchem Plan steckt, rechnet durch, ob 3 aktive Kataloge für deine Preislisten reichen, und nennt die Grenzen, die Shopify selbst dokumentiert, darunter die Voraussetzung neues Shopify Markets. Wo sich Shopifys Seiten bei wichtigen Punkten widersprechen oder keine Antwort geben, steht das offen da. Zuletzt geprüft: Oktober 2026, Preise für Österreich in Euro.

3

Aktive B2B-Kataloge in Basic, Grow und Advanced, in Plus unbegrenzt

17

von 25 Zeilen der Plan-Tabelle sind in allen vier Plänen gleich

500

Positionen je B2B-Bestellung und je Bestellentwurf, höchstens

6

Netto-Fristen als Zahlungsbedingung: 7, 15, 30, 45, 60 und 90 Tage

Stand der Angaben: Funktionen und Grenzen stammen aus dem Shopify Help Center (deutsch), aus Newsroom und Changelog sowie aus shopify.dev, der Shopify Academy und dem Theme Store, Stand 12.10.2026. Die Kennzahlen oben stammen aus der Plan-Tabelle und den Anforderungen und Überlegungen zu B2B im Help Center. Preise stehen im Abschnitt Was B2B ohne Plus kostet, für Österreich in Euro. Die meisten Help-Center-Seiten tragen kein Datum, prüfe kritische Werte deshalb vor einer Entscheidung an der Quelle.

Was sich am 2. April 2026 geändert hat

Seit dem 2. April 2026 weitet Shopify B2B-Funktionen auf Basic, Grow und Advanced aus. Shopify schreibt selbst, dass Kernstücke dessen, was auf Plus in fast vier Jahren verfeinert wurde, jetzt für alle Händler ausgerollt werden. Ältere Texte im Netz, die B2B an Plus knüpfen, stimmten deshalb oft zu ihrer Zeit.

Der englischsprachige Newsroom-Beitrag und der Changelog-Eintrag tragen beide das Datum 2. April 2026. Shopify weitet darin die grundlegenden B2B-Funktionen ohne Zusatzkosten auf Basic, Grow und Advanced aus: Unternehmensprofile, bis zu 3 aktive Kataloge, Mengenrabatte und Mengenregeln, gespeicherte Kreditkarten und Zahlungsbedingungen.

Plus behält laut Newsroom und Changelog unbegrenzte Kataloge, die direkte Katalogzuweisung an Unternehmen und Standorte, Teilzahlungen und Anzahlungen. Zahlungsaufforderungen pro Fulfillment nennen beide nicht, die Plan-Tabelle im Help Center führt sie nur unter Plus.

Der Wechsel zwischen den Plänen sei nahtlos, eine Replatformierung nicht nötig, schreibt Shopify im Newsroom.

Shopify beschreibt die Einführung als laufend und nennt keinen Zeitplan je Land. Ob die Funktionen in deinem Shop in Österreich oder Deutschland schon sichtbar sind, sagt Shopify nicht ausdrücklich. Prüfe in deinem Adminbereich, ob Unternehmen, Kataloge und Zahlungsbedingungen verfügbar sind, bevor du planst.

Basic, Grow, Advanced, Plus: Was steckt in welchem Plan?

17 von 25 Zeilen der Plan-Tabelle sind in allen vier Plänen gleich. Acht Zeilen unterscheiden sich, sie stehen im Diagramm unten. Die vollständige Tabelle mit einem Link je Zeile steht im Help Center.

Nur in Plus gibt es unbegrenzt viele B2B-Kataloge, Kataloge direkt je Unternehmen oder Standort, Anzahlungsbedingungen für Unternehmen und für Bestellentwürfe, Teilzahlungen und Zahlungsaufforderungen pro Fulfillment. In Basic, Grow und Advanced sind es 3 aktive Kataloge über alle B2B-Märkte, zugewiesen an Märkte statt direkt an Unternehmen oder Standorte. Voraussetzung ist laut Plan-Seite, dass dein Shop das neue Shopify Markets verwendet.

Kontextbezogenen Checkout und kontextbezogene Storefront mit Markets gibt es laut Tabelle erst ab Advanced, in Basic und Grow fehlen sie. Dazu passt, dass Themes sowie Checkout- und Kontoseiten je Markt laut Markets-Anforderungen ebenfalls erst ab Advanced anpassbar sind.

In allen vier Plänen gleich sind unter anderem Unternehmen und Unternehmenssitze, Mengenregeln und Mengenrabatte, Netto-Zahlungsbedingungen, hinterlegte Kreditkarten, Bestellentwürfe, Nachbestellungen, PO-Nummern, das Trade-Theme, die Schnellbestellliste und Shopify Flow mit B2B-Objekten.

Die Tabelle trägt kein Datum und führt keinen Starter-Plan. Ob Starter B2B nutzen kann, sagt die Plan-Tabelle nicht. Die Markets-Anforderungen führen Starter und Basic in einer gemeinsamen Spalte und setzen dort ein Häkchen bei B2B-Märkten mit bis zu drei Katalogen; ob Starter alle B2B-Funktionen der Plan-Tabelle nutzen kann, steht dort nicht ausdrücklich. Einen Weg zum neuen Shopify Markets für Basic, Grow und Advanced beschreibt Shopifys Hilfe nicht ausdrücklich, den Feature-Testlauf nennt das Help Center nur für Plus. Lass dir vorab von Shopify bestätigen, ob Starter B2B nutzen kann und wie du das neue Markets aktivierst. Eine andere Shopify-Seite schreibt, B2B sei in allen Plänen verfügbar, die Plan-Tabelle nennt vier. Wo sich Shopifys Seiten bei einzelnen Funktionen widersprechen, steht im Abschnitt Was im Netz steht und was Shopify tatsächlich schreibt.

Tabelle mit den acht Zeilen der Shopify-B2B-Plan-Tabelle, in denen sich die Pläne unterscheiden. Aktive B2B-Kataloge: Basic, Grow und Advanced je 3, Plus unbegrenzt. Katalog direkt je Unternehmen oder Standort, Anzahlung für Unternehmen, Anzahlung für Bestellentwürfe, Teilzahlungen und Zahlungsaufforderung je Fulfillment gibt es nur in Plus. Kontextbezogener Checkout und kontextbezogene Storefront mit Markets gibt es ab Advanced, in Basic und Grow nicht. 17 weitere Zeilen der Tabelle sind in allen vier Plänen gleich. Quelle: Shopify Help Center, abgerufen am 12.10.2026.

Acht Zeilen trennen die Pläne, siebzehn nicht

Sechs der acht Unterschiede betreffen Kataloge und Zahlungen und gelten nur in Plus. Die letzten zwei, kontextbezogener Checkout und Storefront mit Markets, beginnen bei Advanced.

Das Häkchen heißt: in diesem Plan laut Tabelle enthalten. Das Kreuz heißt: nicht enthalten. Die Spalte Plus ist hervorgehoben, weil sie die Grenzen der drei anderen Pläne zeigt.

Reichen drei aktive Kataloge? So rechnest du nach

Drei aktive Kataloge reichen in der Regel, wenn du höchstens drei verschiedene Preislisten für Geschäftskunden brauchst. Zähle deshalb nicht Kunden oder Produkte, sondern Preisgruppen: Gruppen von Geschäftskunden, die andere Preise oder ein anderes Sortiment sehen sollen. Genau genommen zählen Zuweisungen, denn eine Preisliste in mehreren B2B-Märkten kann mehrere Plätze belegen.

Ein Katalog legt fest, welche Produkte in einem Markt zu welchen Preisen verfügbar sind, mit einer prozentualen Anpassung und festen Preisen je Produkt oder Variante. Das beschreibt die Anleitung zu Katalogen. In Basic, Grow und Advanced kannst du laut Plan-Seite über alle B2B-Märkte hinweg bis zu 3 aktive Kataloge zuweisen. Weist du einem B2B-Markt 3 Kataloge zu, ist das gesamte Limit ausgeschöpft. Voraussetzung ist laut Plan-Seite, dass dein Shop das neue Shopify Markets verwendet.

Ist das Limit ausgeschöpft, musst du laut Plan-Seite eine bestehende Zuweisung entfernen oder als Entwurf speichern, bevor du einem anderen Markt Kataloge hinzufügen kannst. Kataloge direkt einem Unternehmen oder Standort zuzuweisen, geht nur in Plus. In den anderen drei Plänen bleiben B2B-Märkte, die Zuweisung geschieht im Abschnitt Kataloge, wie die Markets-Anleitung zeigt.

So zählst du in drei Schritten.

  • Liste deine Preisgruppen auf, etwa Händler, Großhandel und Aktionspartner.
  • Gib jeder Preisgruppe einen Katalog und notiere, welchen B2B-Märkten er zugewiesen wird.
  • Zähle jede Zuweisung einzeln und vergleiche mit 3: Bis 3 passt in jedem Fall, ab 4 passt es nur, wenn die günstigere Zählung gilt (dazu gleich mehr). Sonst helfen ein anderer Zuschnitt der Gruppen, Plus oder eine Lösung außerhalb der nativen Kataloge.

Ob ein Katalog, den du mehreren B2B-Märkten zuweist, einmal oder je Zuweisung zählt, steht in Shopifys Hilfe nicht ausdrücklich. Wie der Adminbereich auf einen vierten aktiven Katalog reagiert, beschreibt die Hilfe ebenfalls nicht; die Entwicklerdokumentation kennt für diesen Fall den Fehlercode B2B_CATALOG_LIMIT_REACHED. Dass ein Entwurf keinen Platz belegt, legt der Wortlaut nahe, ausdrücklich steht es dort nicht. Rechne deshalb mit der ungünstigen Zählung, bei der jede Zuweisung einen Platz belegt, und prüfe den günstigeren Fall in deinem Shop.

Wir empfehlen, bei B2B-Projekten mit den Preisgruppen zu beginnen, nicht mit den Produkten. Daran zeigt sich früh, ob drei Kataloge reichen und ob ein anderer Zuschnitt der Gruppen das Problem löst.

Vier Fälle, durchgerechnet

Die Fälle sind Beispiele und keine Kundendaten. Sie zeigen, wie du deinen Bedarf gegen das Limit hältst.

Annahme1 von 3
Fall A: eine Preisliste

Alle Händler zahlen denselben Preis, Mengenrabatte laufen über Staffeln. Ein Katalog, zwei Plätze bleiben frei.

Annahme2 von 3
Fall B: Händler und Großhandel

Zwei Gruppen mit eigenem Preis brauchen zwei Kataloge. Ein Platz bleibt frei, etwa für eine Aktionsliste.

Annahme1 bis 3
Fall C: ein Preis, drei Märkte

Ob derselbe Katalog in drei B2B-Märkten einmal oder dreimal zählt, ist offen. Rechne vorsichtig mit drei Plätzen.

AnnahmeÜber dem Limit
Fall D: Preis je Großkunde

Fünf Großkunden mit Sonderpreis brauchen fünf Kataloge, und mehr als 3 aktive Kataloge gibt es nur in Plus. Ohne Plus müsstest du Preise zusammenlegen oder die Sonderpreise anders abbilden.

Katalog-Rechnung mit vier Beispielen als Annahme, gemessen am Limit von 3 aktiven Katalogen in Basic, Grow und Advanced. Beispiel A, eine Preisliste für alle Händler, braucht 1 Katalog. Beispiel B, Händler und Großhandel mit je eigenem Preis, braucht 2. Beispiel C, ein Händlerpreis in drei B2B-Märkten, braucht 1 bis 3, je nach Zählregel, die offen ist. Beispiel D, eigener Preis für fünf Großkunden, braucht 5 Kataloge und liegt 2 über dem Limit, mehr Kataloge gibt es nur in Plus. Quelle: Shopify Help Center, abgerufen am 12.10.2026.

Bedarf gegen Limit: vier Beispiele im Überblick

Blaue Felder belegen sicher einen Platz. Gestrichelte Felder belegen ihn möglicherweise, je nachdem, wie Shopify mehrfache Zuweisungen zählt. Schwarze Felder liegen über dem Limit von 3.

Die Beispiele sind Annahmen. Setze deine eigenen Preisgruppen ein und zähle nach.

Ein Shop für B2B und B2C oder zwei Shops?

B2B und B2C laufen entweder in einem kombinierten Shop oder in zwei getrennten Shops. Der kombinierte Shop teilt Admin, Inventar und die meisten Einstellungen, der dedizierte trennt sie standardmäßig. Laut Shop-Typ-Seite kann der dedizierte Shop gut passen, wenn du ein separates B2B-Erlebnis willst, ein eigenständiges Inventar brauchst, den Zugriff auf B2B-Kunden beschränken möchtest oder anderes Personal einsetzt.

Im kombinierten Shop verwaltest du B2B- und B2C-Kunden, Bestellungen und Produkte in einem Adminbereich und teilst das Inventar. Der dedizierte Shop hat laut Shop-Typ-Seite einen separaten Adminbereich nur für B2B, Inventar, Daten und Einstellungen sind dort standardmäßig getrennt.

Der dedizierte Shop ist ein neuer Shopify-Shop. Apps und Integrationen musst du dort erneut einrichten und bezahlen, im kombinierten Shop richtest du sie einmal ein. Den Zugriff auf den ganzen Shop kannst du laut Seite zu Login und Konten im dedizierten Shop auf eingeloggte B2B-Kunden beschränken. Für den kombinierten Shop schließt die Shop-Typ-Seite das aus; die Seite zu Login und Konten beschreibt dort jedoch eine Einschränkung, die B2C-Kunden auf einigen Seiten zur Anmeldung umleiten kann. Einzelne Seiten lassen sich mit eigener Entwicklung oder Apps beschränken.

Die Zugriffsbeschränkung hindert laut Seite zu Login und Konten Nicht-B2B-Kunden am Stöbern, leitet aber nicht alle Besucher auf eine Anmeldeseite um. Für eine vollständige Login-Wall nennt die Seite eine Drittanbieter-App oder eigene Liquid-Entwicklung. Interessenten können bei beschränktem Zugriff keine Unternehmenskonto-Anfrage stellen.

Shopify weist darauf hin, dass sich die Wahl des Shop-Typs später nur schwer ändern lässt; bei einem Wechsel wiederholst du den Großteil der Einrichtung, auch Unternehmen, Kataloge und Anpassungen am Onlineshop.

Einen zweiten Shop legst du laut Help Center in deiner Organisation an und wählst dabei einen Plan oder entscheidest später. Bei Organisationen ohne Plus erfolgen Abrechnung und Rechnungsstellung separat. Die Planpreise stehen im Abschnitt Was B2B ohne Plus kostet.

Ob es für einen zweiten Shop besondere Konditionen gibt, steht in Shopifys Hilfe nicht ausdrücklich, frag dazu vorab bei Shopify nach.

Nach unserer Einschätzung lohnt sich ein dedizierter Shop, sobald B2B andere Daten, andere Konten und einen eigenen Zugang braucht. Bis dahin hält ein kombinierter Shop den Aufwand klein, weil Inventar, Apps und Pflege nur einmal anfallen.

Gegenüberstellung von kombiniertem und dediziertem B2B-Shop in acht Punkten, wie Shopify sie beschreibt. Adminbereich: ein gemeinsamer gegen ein eigener nur für B2B. Inventar: gemeinsam genutzt gegen standardmäßig getrennt. Checkout und Versand: gleiche Optionen für alle, trennbar per App oder Function, gegen standardmäßig nur für B2B-Kunden. Kundenkonto: eine gemeinsame Login-Seite, wenn beide Kundenkonten nutzen, gegen eine eigene Login-Seite. Zugang zum Shop: laut Shop-Typ-Seite nicht auf B2B-Kunden beschränkbar gegen beschränkbar. Apps und Integrationen: einmal einrichten und bezahlen gegen erneut einrichten und bezahlen. Berichte: gemeinsam für B2B und B2C gegen nur B2B. Branding: dasselbe für beide gegen nur für B2B. Quelle: Shopify Help Center, abgerufen am 12.10.2026. Die Seite trägt kein Datum.

Acht Unterschiede zwischen kombiniertem und dediziertem Shop

Das Diagramm zeigt acht Kriterien, wie Shopify sie beschreibt. Links steht der kombinierte, rechts der dedizierte Shop. Die vollständige Tabelle mit 17 Zeilen steht auf der Shop-Typ-Seite.

Der Unterschied bei Apps und Integrationen wirkt auf die Kosten: Im dedizierten Shop richtest du sie erneut ein und bezahlst sie erneut.

Der Weg deiner Geschäftskunden von der Anfrage bis zur Nachbestellung

Dein Geschäftskunde durchläuft vier Schritte: Anfrage, Genehmigung, Login mit Preisen, Bestellung. Jeden Schritt steuerst du im Adminbereich, vieles lässt sich mit Shopify Flow automatisieren.

Mit der kostenlosen App Shopify Forms bindest du ein Formular für Unternehmenskonto-Anfragen ein. Beim Absenden entstehen im Adminbereich automatisch Unternehmen, Standort und Kunde. Standardmäßig kann das Unternehmen weder bestellen noch B2B-Preise sehen, bis du es genehmigt hast, wie die Seite zu Kontoanfragen beschreibt. Genehmigen kannst du manuell oder mit einer Flow-Vorlage automatisch. Hast du einen dedizierten Shop mit Zugangsschutz, kannst du Kontoanfragen laut dieser Seite nicht nutzen.

Kundenkonten müssen aktiviert sein, veraltete Kundenkonten gehen für B2B nicht. Die Anmeldung läuft mit der E-Mail-Adresse der Person, die einem Standort zugeordnet ist, und einem per E-Mail gesendeten Code, ein Passwort ist nicht nötig. Nur eingeloggte B2B-Kunden sehen B2B-Preise und -Produkte, wer sich nicht anmeldet, gilt als B2C-Kunde. Das steht auf der Seite zu Login und Konten.

Kunden duplizieren frühere Bestellungen, dann landen alle Artikel automatisch im Warenkorb, und sie können eine PO-Nummer hinzufügen. Je Standort legst du fest, ob Bestellungen als Entwurf zur Prüfung eingehen, dann kannst du vor der Bestätigung verhandeln, so die Funktionsübersicht. Nach der Plan-Tabelle sind Nachbestellungen, PO-Nummern, Schnellbestellliste und Trade-Theme in allen vier Plänen enthalten.

Für das Anfrageformular nennen weder die Plan-Tabelle noch die Hilfeseite einen Plan. Prüfe in deinem Shop, ob Formular und Genehmigung verfügbar sind, bevor du den Ablauf planst.

Zahlung auf Rechnung: Was ohne Plus geht

Netto-Zahlungsziele und hinterlegte Kreditkarten gibt es in allen vier Plänen, die Anzahlungen und Teilzahlungen von Shopify selbst nur in Plus. Das ist die Plan-Grenze beim Kauf auf Rechnung.

Du kannst sechs Netto-Fristen einstellen: Netto 7, 15, 30, 45, 60 und 90 Tage, jeweils ab dem Tag der Bestellung. Dazu kommen fällig bei Fulfillment und ein festes Datum für einzelne Bestellentwürfe. Ohne Bedingung ist die Zahlung sofort fällig. Das beschreibt die Seite zu Zahlungsbedingungen.

Hinterlegte Kreditkarten speichern die B2B-Kunden selbst, und sie gehen laut Seite zu hinterlegten Karten nur mit Shopify Payments. Bei Fristablauf wird nicht automatisch abgebucht: Du belastest die Karte manuell im Adminbereich oder automatisierst das mit Shopify Flow, wie die englischsprachige Hilfeseite beschreibt. Einen Plan nennt Shopify dafür nicht.

Anzahlung für Unternehmen, Anzahlung für Bestellentwürfe, Teilzahlungen und Zahlungsaufforderung je Fulfillment gibt es laut Plan-Tabelle nur in Plus. Lastschrift per ACH steht dort mit dem Zusatz nur USA. Dynamische Zahlungsbedingungen lassen sich laut der Seite zu Zahlungsbedingungen auch mit einer eigenen App oder einer Drittanbieter-App einrichten, einen Plan nennt die Seite dafür nicht.

Im B2B-Checkout nicht kompatibel sind beschleunigte Checkouts wie Shop Pay, Apple Pay und Google Pay, laut der Seite zu Anforderungen. PayPal und Apple Pay lassen sich als Zahlungsoption aktivieren, aber ohne den Express-Checkout. Manuelle Zahlungsmethoden wie Überweisung erscheinen nur, wenn die Zahlung fällig ist, nicht bei Bestellungen mit Zahlungsbedingungen und nicht bei Bestellungen, die als Entwurf zur Prüfung eingehen. Du erfasst die Zahlung manuell, wie die Seite zu Zahlungsmethoden beschreibt.

Für Zahlungserinnerungen nennt die Plan-Tabelle alle vier Pläne, die Flow-Seite zu Zahlungserinnerungen verlangt Plus. Welche Seite aktuell ist, sagt Shopify nicht ausdrücklich. Prüfe es im Adminbereich, bevor du darauf baust.

Steuern, USt-IdNr. und Währungen

Steuerbefreiungen pflegst du je Unternehmen oder Standort, die USt-IdNr.-Prüfung im Checkout hat Voraussetzungen. Steuerliche Entscheidungen triffst du mit deiner Steuerberatung, diese Seite ersetzt sie nicht.

Je Unternehmen oder Standort gibt es drei Steuereinstellungen: Steuern erheben, keine Steuern erheben oder Steuern erheben außer bei geltenden Befreiungen. Jeder Standort kann eine eigene Steuernummer und eigene Befreiungen haben, wie die Seite zu Unternehmen zeigt.

Mit Shopify Tax validiert Shopify die USt-IdNr. am Unternehmenssitz über VIES und HMRC. Bei gültiger Nummer wird die Reverse-Charge-Befreiung automatisch hinterlegt und auf berechtigte Bestellungen angewendet, so der Changelog-Eintrag. Berechtigt sind laut der Hilfeseite zur Validierung Lieferungen von einem Fulfillmentstandort in der EU in ein anderes EU-Land oder ins Vereinigte Königreich, innerhalb eines Landes greift die Befreiung nicht. Ist VIES nicht erreichbar, wird sie nicht angewendet.

Die Validierung im Checkout beschreibt ein Changelog-Eintrag vom 25. Februar 2026 für Händler mit Shopify Tax in der EU oder im Vereinigten Königreich: Das Feld Company VAT number steht auf Optional, und mindestens ein Fulfillmentstandort liegt in der EU. In B2B-spezifischen Checkouts steht die Validierung laut der Hilfeseite zur Validierung derzeit nicht zur Verfügung.

Bei Preisen inklusive Steuern zahlt ein als steuerbefreit festgelegter Kunde laut Steuerseite trotzdem den vollen Listenpreis. Einen steuerbefreiten Preis für einzelne Kunden kannst du dann nicht anzeigen. Als Alternativen nennt die Seite Preise ohne Steuern oder eine Theme-Anpassung mit Shopify Scripts, die Shopify an anderer Stelle als beendet beschreibt.

Für mehrere Währungen gilt: Der mit der Bestellung verknüpfte Markt bestimmt die Währung, nicht die Katalogwährung. Als Voraussetzung nennen die Seiten Shopify Payments, die Markets-Anforderungen nennen daneben Adyen. Details stehen auf der Seite zum internationalen Verkauf.

Die Hilfeseite zur MwSt.-Validierung schreibt, für B2B-spezifische Checkouts sei sie derzeit nicht verfügbar, und trägt kein Datum. Der Changelog beschreibt die Validierung im Checkout seit Februar 2026 und nennt ein Ausrollen über mehrere Wochen. Prüfe in deinem Checkout, ob das Feld erscheint.

ERP, Preislisten und Schnittstellen

Shopify B2B lässt sich über Apps, Vermittler oder eigene API-Integrationen an ERP und andere Systeme anbinden. Kläre dafür, wie viele Daten in welche Richtung fließen.

Shopify nennt auf der Seite zu externen Integrationen drei Wege: Direktintegrationen aus dem App Store für ausgewählte ERP-, Buchhaltungs- und PIM-Systeme, iPaaS-Anbieter als Vermittler und benutzerdefinierte API-Integrationen. Die benutzerdefinierte Variante bietet maximale Flexibilität, ist aber ressourcenintensiver. Shopify legt nahe, für Einrichtung und Start der Integration eine technische Ressource hinzuzuziehen.

Einige Integrationen im App Store sind laut der Seite zu externen Integrationen nicht vollständig mit Shopify B2B kompatibel, vor allem bei Unternehmen und Katalogen. Prüfe das vor dem Kauf einer App.

Kataloge pflegst du im Adminbereich oder per CSV, einzeln oder gebündelt. Der CSV-Export enthält nur die Preise von Produkten mit festen Preisen, Preise mit prozentualer Anpassung fehlen, wie die Katalog-Anleitung beschreibt.

Für den Massenimport von Unternehmen nennt Shopify die Drittanbieter-App Matrixify, die Checkliste für kombinierte Shops nennt zusätzlich eine Lösung, die ein Shopify-Partner mit der Company API baut. Die Unternehmens-ID lässt sich mit einer externen ID aus deinem ERP befüllen, siehe Seite zu Unternehmen.

Einen nativen CSV-Import für Unternehmen und Standorte im Adminbereich beschreibt Shopifys Hilfe nicht ausdrücklich, plane dafür eine App oder die API ein. Zum Zugriff auf die B2B-Schnittstellen gibt es unterschiedliche Aussagen, siehe Abschnitt Was im Netz steht und was Shopify tatsächlich schreibt.

Wir empfehlen, bei vielen Artikeln oder Preisgruppen zuerst zu klären, welches System führt, und Preise und Bestände dann an das ERP anzubinden.

Wo B2B auf Shopify an Grenzen stößt

Neun Funktionen sind mit Shopify B2B nicht kompatibel, vier sind standardmäßig deaktiviert. Prüfe sie, bevor du das Konzept festlegst.

Nicht kompatibel sind laut Seite zu Anforderungen und Überlegungen beschleunigte Checkouts wie Shop Pay, Apple Pay, Google Pay und Amazon Pay, lokale Zustellung, Abholpunkte, Trinkgeldoptionen, Abonnements, veraltete Kundenkonten, Agentic Storefronts, einige Drittanbieter-Apps und Anpassungen an der Datei checkout.liquid. Lokale Zustellung bleibt für Bestellentwürfe aus dem Adminbereich als Versandoption möglich.

Laut der Seite zu Anforderungen und Überlegungen sind standardmäßig deaktiviert: Abholung im Shop, Line-Item-Skripte, abgebrochene Checkouts und Geschenkgutscheine im Checkout. Line-Item-Skripte gehören zu Shopify Scripts, die Shopify an anderer Stelle als beendet beschreibt. Zum Aktivieren wendet sich der Inhaber des Shops oder der Organisation an den Shopify Support.

Im Alltag begrenzt dich außerdem: Mengenregeln gelten je Variante, Kunden können also nicht fünf graue und fünf blaue Hüte kombinieren, um einen Mengenschritt von zehn zu erreichen. Ohne zugewiesenen Standort gelten die B2C-Preise. Je Standort lässt sich nur eine Lieferadresse speichern, und ein Unternehmen mit Bestellungen ließe sich nicht löschen. Zahlenwerte wie Positionen je Bestellung, Kataloge je Standort und Kunden je Standort stehen im Quellenblock am Ende.

Für Geschenkgutscheine im Checkout und abgebrochene Checkouts nennen drei Seiten Plus als Voraussetzung, die Seite zu Anforderungen und die Hilfeseite zu abgebrochenen Checkouts nennen keinen Plan. Wie Shopify das vereinheitlicht, erklärt die Hilfe nicht ausdrücklich. Kläre vor dem Projekt, ob du beides brauchst, und lass dir vorab von Shopify bestätigen, welcher Plan dafür nötig ist.

Umstieg auf Shopify B2B: Kundendaten und B2B-Apps

Kunden und Bestellhistorie lassen sich zu Unternehmen migrieren, für den Umstieg von B2B-Apps gibt es in Shopifys Hilfe keine ausdrückliche Anleitung. Der Weg hängt davon ab, woher deine Daten kommen.

Bestehende B2C-Kunden und ihre Bestellhistorie migrierst du zu Unternehmen, entweder gebündelt mit einem neuen Unternehmen je Kunde oder einzeln zu einem bestehenden Unternehmen. Es lassen sich nur B2C-Bestellungen migrieren, keine stornierten oder gelöschten, und sie gehen an einen einzigen Standort. Die Migrationsseite beschreibt auch den Rückweg: Löschst du ein migriertes Unternehmen, wird das Kundenprofil wieder B2C.

Für einen neuen dedizierten Shop duplizierst du den Shop oder verschiebst Daten mit einer Drittanbieter-App wie Matrixify und migrierst danach zu Unternehmen, so die Checkliste für dedizierte Shops.

Für den Umstieg vom Wholesale Channel von Plus auf Shopify B2B bietet die Shopify Academy einen Kurs mit Migrationskit, unter anderem mit Kapiteln zu Preislisten und Katalogen, zur Migration von Kunden zu Unternehmen und zum Test der Käuferseite.

Für den Umstieg von B2B-Apps anderer Anbieter gibt es in Shopifys Hilfe keine ausdrückliche Anleitung, und die früheren Help-Center-Seiten zur Migration vom Wholesale Channel leiten auf die B2B-Übersicht weiter. Plane Datenzuordnung, Preislisten und Zahlungsbedingungen als eigenes Arbeitspaket.

Wann sich Plus für B2B lohnt

Trifft eine der vier Situationen auf dich zu, rechne Plus durch. Trifft keine zu, reicht aus B2B-Sicht oft ein kleinerer Plan.

KatalogePreise
Preis je Großkunde

Du brauchst mehr als drei verschiedene Preislisten oder einen eigenen Preis je Großkunde. Unbegrenzte Kataloge und die direkte Zuweisung gibt es nur mit Plus.

ZahlungAnzahlung
Anzahlung oder Teilzahlung

Deine Kunden leisten eine Anzahlung oder zahlen in Teilzahlungen, etwa bei Sonderanfertigungen. Beides und Zahlungsaufforderungen je Fulfillment gibt es nur mit Plus.

CheckoutSupport
Geschenkgutscheine im B2B-Checkout

Du willst Geschenkgutscheine oder abgebrochene Checkouts im B2B-Bereich. Für Geschenkgutscheine nennen zwei Hilfeseiten Plus, für abgebrochene Checkouts eine. Die Seite zu Anforderungen und Überlegungen nennt für beides keinen Plan.

ShopsMarken
Mehr als ein Shop

Du willst mehrere Shops für dieselbe Marke betreiben, etwa international. Erweiterungs-Shops gibt es nur mit Plus, jede weitere Marke braucht einen eigenen Plus-Vertrag. Getrennte Shops ohne Plus gehen auch, jeder wird dann einzeln abgerechnet.

Plus oder nicht? So entscheidest du aus B2B-Sicht

Rechne Plus durch, wenn mindestens eine der vier Situationen auf dich zutrifft. Prüfe außerdem, ob du einen vollständig anpassbaren Checkout, eigene Apps mit Shopify Functions oder viele zusätzliche Mitarbeiterkonten brauchst, denn dafür bietet Plus mehr als die anderen Pläne. Sonst entscheidet die Frage nach den Markets-Funktionen zwischen Basic oder Grow und Advanced.

Außerhalb der vier Situationen unterscheidet sich Plus laut Preisseite unter anderem durch einen vollständig anpassbaren Checkout, in den anderen Plänen ist er eingeschränkt, und durch unbegrenzt viele zusätzliche Mitarbeiterkonten, bei Advanced sind es 15. Eigene Apps mit Shopify Functions können laut Entwicklerdokumentation nur Stores mit Plus nutzen, öffentliche Apps mit Functions laufen auf jedem Plan.

  • Basic oder Grow reichen aus B2B-Sicht, wenn keine der vier Situationen auf dich zutrifft und du ohne kontextbezogenen Checkout und Storefront mit Markets auskommst. Prüfe dabei die Zahl der Mitarbeiterkonten: Basic enthält keine zusätzlichen, Grow fünf.
  • Advanced lohnt, wenn du kontextbezogenen Checkout, kontextbezogene Storefront oder Theme-Anpassungen je Markt brauchst.
  • Plus durchrechnen, sobald du mehr als drei Preislisten, Anzahlungen oder Teilzahlungen, Geschenkgutscheine oder abgebrochene Checkouts im B2B-Checkout oder Erweiterungs-Shops brauchst, also eine der vier Grenzen aus dem Raster oben berührst.

Hilfreich ist die Gegenprobe: Würdest du den Funktionsunterschied heute schon nutzen? Wenn nein, ist der kleinere Plan mit sauberem Zuschnitt oft der bessere Start, denn der Wechsel zwischen den Plänen ist laut Shopify nahtlos. Die Rechnung für Plus machen wir gern gemeinsam mit dir.

Was B2B ohne Plus kostet

B2B-Funktionen kosten in Basic, Grow, Advanced und Plus nichts extra, du zahlst den Plan. Was du zahlst, hängt deshalb am Plan, am Zahlungsmix und an den Apps, die du zusätzlich brauchst. Stand der Preise: 12. Oktober 2026, Referenzland Österreich, Euro.

Das Help Center schreibt, B2B-Funktionen seien in den Plänen Basic, Grow, Advanced und Plus ohne zusätzliche Kosten enthalten. Auch der englischsprachige Newsroom-Beitrag schreibt, die Funktionen kämen für Basic, Grow und Advanced ohne Zusatzkosten.

Die Preisseite für Österreich nennt bei Jahreszahlung je Monat 24 € für Basic, 69 € für Grow und 289 € für Advanced. Bei monatlicher Zahlung sind es 32 €, 92 € und 384 €. Plus beginnt laut Plus-Preisseite bei 2.100 € je Monat mit drei Jahren Laufzeit und bei 2.250 € mit einem Jahr, jeweils für Standard-Setups, oder mit einer variablen Plattformgebühr. Dieselbe Seite führt B2B on Shopify noch unter den exklusiven Plus-Funktionen, Newsroom und Changelog nennen die Grundfunktionen dagegen seit dem 2. April 2026 auch für Basic, Grow und Advanced.

Online-Standardkarten über Shopify Payments kosten laut Preisseite in Basic, Grow, Advanced und Plus 2 %, 1,9 %, 1,7 % und 1,5 %, jeweils plus 0,25 € je Transaktion. Bei externen Zahlungsanbietern verlangt Shopify zusätzlich 2 %, 1 %, 0,6 % und 0,2 %.

Angebots-Workflows, Bestell-Uploads per CSV, herunterladbare Rechnungen sowie ERP- und Buchhaltungsintegration laufen laut Checkliste für kombinierte Shops über externe Apps.

Fallen für diese Apps Gebühren an, kommen sie zum Plan hinzu.

Außerhalb von Plus wird laut Help Center jeder Shop getrennt abgerechnet, und die Abrechnungsseite zeigt je Shop die aktiven Shopify-Abos und App-Abonnements.

Für B2B- und B2C-Bestellungen nennt Shopify, falls zutreffend, unterschiedliche variable Plattformgebühren, ohne Sätze zu nennen. Die Plus-Seiten (Help Center und Preisseite) ordnen diese Gebühr dem Plus-Plan zu, die B2B-Seite nennt keinen Plan. Ob die Euro-Planpreise netto oder brutto gemeint sind und ob ein zweiter Shop besondere Konditionen bekommt, steht bei Shopify nicht ausdrücklich. Kläre das vor der Entscheidung mit Shopify.

Was Einrichtung, Anbindung und Betrieb bei dir kosten, hängt vom Umfang ab. Preise für unsere Arbeit nennen wir hier bewusst nicht, wir rechnen sie nach einem Gespräch mit dir.

Was im Netz steht und was Shopify tatsächlich schreibt

Manche Ratgeber zu B2B auf Shopify sind überholt oder ungenau. Viele ältere Aussagen stimmten, als sie geschrieben wurden, denn Shopify ändert Pläne und Funktionen laufend. Hier stehen Aussagen aus dem Netz, jeweils mit dem, was Shopify dazu schreibt. Wo Shopify selbst keine Zahl nennt oder sich zwischen zwei Seiten unterscheidet, steht das offen da.

Gibt es B2B nur mit Plus?

Mehrere Ratgeber schreiben, native B2B-Funktionen gebe es nur mit Plus oder nur mit Apps.

Seit dem 2. April 2026 gibt es B2B-Funktionen laut Newsroom und Changelog auch auf Basic, Grow und Advanced. Plus behält unbegrenzte Kataloge, direkte Zuweisung, Teil- und Anzahlungen. Ein Seitendatum allein sagt nichts über den Stand: Eine Seite, die vier Monate nach diesem Datum datiert ist, schreibt noch das Gegenteil.

Lässt sich jedem Standort ein eigener Katalog zuweisen?

Eine Seite schreibt, jedem Standort lasse sich ein eigener Katalog zuweisen, ohne einen Plan zu nennen.

Die direkte Zuweisung an Unternehmenssitze gibt es laut Katalog-Anleitung nur in Plus. In Basic, Grow und Advanced bleiben B2B-Märkte mit höchstens 3 aktiven Katalogen.

Welche Zahlungsziele gibt es?

Die genannten Fristen reichen je nach Seite von Netto 14, 30 und 60 bis Netto 30, 60 und 90.

Shopify bietet laut Seite zu Zahlungsbedingungen Netto 7, 15, 30, 45, 60 und 90, dazu fällig bei Fulfillment und ein festes Datum für Bestellentwürfe. Die Fristen beginnen am Tag der Bestellung, bei Fristablauf wird nicht automatisch abgebucht.

Gibt es kein Anfrageformular für Geschäftskunden?

Mehrere Seiten schreiben, es gebe kein natives Registrierungsformular. Eine Seite ergänzt, Shopify Forms lege keine Firmenprofile an und genehmige nicht automatisch.

Mit Shopify Forms entstehen beim Absenden laut Seite zu Kontoanfragen automatisch Unternehmen, Standort und Kunde. Das Formular fügt keine Kunden zu bestehenden Unternehmen hinzu und lässt sich in einem geschützten, dedizierten B2B-Shop nicht nutzen. Genehmigt wird manuell oder per Flow-Vorlage, das Formular kann Felder bis zum Datei-Upload enthalten.

Braucht man Plus für unterschiedliche Inhalte nach Kundentyp?

Eine Seite schreibt, die Trennung nach Kundentyp im Theme-Editor gebe es nur mit Plus.

Shopify schreibt das selbst uneinheitlich: Drei Seiten, darunter die Shop-Typ-Seite, nennen Advanced und höher, drei andere nur Plus. Die Anpassung nach Markt gibt es ab Advanced ohne Gegenaussage.

Welche Aussage für den Kundentyp gilt, klärt Shopify nicht ausdrücklich. Prüfe das in einem Advanced-Shop, bevor du es zusagst.

Gibt es die USt-IdNr.-Prüfung nativ?

Mehrere Seiten schreiben, die Prüfung sei nicht nativ enthalten und brauche eine App oder einen Prozess.

Mit Shopify Tax validiert Shopify die USt-IdNr. am Unternehmenssitz. Laut Changelog kommt die Validierung seit dem 25. Februar 2026 schrittweise auch in den Checkout und braucht mindestens einen Fulfillment-Standort in der EU. Die Hilfeseite ergänzt, in B2B-spezifischen Checkouts sei sie derzeit nicht verfügbar. Die Voraussetzungen stehen im Abschnitt Steuern, USt-IdNr. und Währungen.

Fehlen Schnellbestellung und Nachbestellung?

Ratgeber schreiben, es gebe nativ kein Formular für Sammelbestellungen und keine Nachbestellung per Artikelnummer.

Die Plan-Tabelle führt Schnellbestellliste und einfache Nachbestellungen in allen vier Plänen. Die Schnellbestellliste setzt ein kostenloses Shopify-Theme ab Version 11.0.0 oder einen Code-Einbau voraus.

Gibt es den kontextbezogenen Checkout je Firma?

Eine Seite schreibt, der kontextualisierte Checkout je Firma gebe es ab Advanced, eine andere nennt einen B2B-Checkout in allen Plänen.

Die Plan-Tabelle nennt kontextbezogenen Checkout und kontextbezogene Storefront mit Markets ab Advanced. Ein B2B-Markt kann laut Help Center auch nur bestimmte Unternehmenssitze umfassen, bis hin zu einem einzelnen Sitz, sodass sich ein Markt für eine Firma anlegen lässt.

Gehen Zahlungsmethoden nach Kundentyp nur mit Plus?

Mehrere Seiten schreiben, Zahlungs- und Checkout-Unterschiede nach Kundentyp seien in Standardplänen nicht möglich oder setzten Plus voraus.

Zahlungsmethoden lassen sich laut Seite zu Zahlungsmethoden mit Apps wie Checkout Blocks oder der Payment Customization Function nach Kundentyp trennen; Shopify Functions sind in allen Abos verfügbar. Für Versandmethoden nennen die Shop-Typ-Seite und die Checkliste für den dedizierten Shop ebenfalls Checkout Blocks.

Ist B2B wirklich ohne Aufpreis?

Mehrere Seiten schreiben, die B2B-Funktionen kosteten nichts extra.

Das Help Center schreibt, B2B-Funktionen seien in den Plänen ohne zusätzliche Kosten enthalten, und vermerkt, dass für B2B- und B2C-Bestellungen unterschiedliche variable Plattformgebühren gelten können. Sätze nennt es nicht. Details stehen im Abschnitt Was B2B ohne Plus kostet.

Machen Apps Plus überflüssig?

Eine Seite schreibt, die richtigen Apps machten den Plus-Plan komplett überflüssig.

Direkte Katalogzuweisung, Anzahlungen und Teilzahlungen bleiben laut Plan-Tabelle Plus vorbehalten. Beschleunigte Checkouts wie Shop Pay oder Apple Pay sind laut Seite zu Anforderungen und Überlegungen mit B2B nicht kompatibel. Ob eine App einzelne dieser Funktionen nachbaut, prüfst du je App.

Wo Shopifys Seiten Unterschiedliches schreiben

Auf Shopifys eigenen Seiten stehen mehrere Unstimmigkeiten. Die wichtigsten stehen hier, die vollständige Liste mit Links steht im Abschnitt Quellen und Stand.

  • B2B on Shopify: Die Plus-Preisseite führt es noch unter den exklusiven Plus-Funktionen, Newsroom und Changelog nennen die Grundfunktionen seit dem 2. April 2026 auch für Basic, Grow und Advanced.
  • B2B-Märkte: Die Plan-Tabelle führt B2B-Kataloge in Märkten ab Basic, die deutsche Hilfeseite zum Plus-Plan nennt B2B-Märkte erst ab Advanced.
  • Zahlungserinnerungen: Die Plan-Tabelle nennt alle vier Pläne, die Funktionsübersicht nennt keine Planeinschränkung, die Flow-Seite verlangt Plus.
  • Geschenkgutscheine und abgebrochene Checkouts: Die Seite zu Anforderungen nennt keinen Plan, drei andere Seiten nennen Plus.
  • Zugriff auf die B2B-Schnittstellen: Eine Entwicklerseite beschränkt ihn auf bestimmte Konten, Checklisten im Help Center beschreiben Lösungen ohne diese Einschränkung.
  • Ende von Shopify Scripts: Zwei B2B-Seiten nennen noch den 28. August 2025, die Script-Editor-Seite nennt den 30. Juni 2026. Das Entwickler-Changelog vom 9. April 2026 nennt ebenfalls den 30. Juni 2026 als Ende der Ausführung.
  • Neues Markets: Mehrere Seiten binden die Aktivierung an einen Testlauf, der laut Help Center nur Plus-Organisationen offensteht, und beschreiben im selben Atemzug Limits für Basic, Grow und Advanced.

Bei allen Punkten außer Shopify Scripts stellt Shopify nicht ausdrücklich klar, welche Aussage gilt. Prüfe es in deinem Adminbereich und frage vor dem Projekt beim Shopify Support nach.

Dein Kurz-Check in fünf Fragen

Beantworte diese Fragen für deinen Shop. Fünfmal Ja heißt: B2B ohne Plus passt bei diesen fünf Punkten auf dem Papier. Brauchst du zusätzlich Geschenkgutscheine oder abgebrochene Checkouts im B2B-Checkout, Erweiterungs-Shops oder eigene Apps mit Shopify Functions, rechne Plus durch, genauso bei einem Nein in Frage 1 oder 2. Ein Nein in den Fragen 3 bis 5 klärst du, bevor du planst.

  1. Reichen dir höchstens 3 Preislisten für Geschäftskunden, auch wenn jede Zuweisung an einen B2B-Markt zählt?
  2. Kommst du ohne Anzahlungen, Teilzahlungen und Zahlungsaufforderungen je Fulfillment aus?
  3. Kommst du ohne Funktionen aus, die mit B2B nicht kompatibel sind, etwa Abonnements, Abholpunkte oder Shop Pay im B2B-Checkout?
  4. Ist geklärt, welches System Preise und Bestände führt und wie sie in den Shop kommen?
  5. Hast du Netto-Preise und USt-IdNr. mit deiner Steuerberatung abgestimmt?

Die Antworten findest du in den Abschnitten zu Katalogen, Zahlung, Grenzen, ERP und Steuern. Wenn du magst, gehen wir deine Antworten gemeinsam durch.

Unsicher, ob B2B ohne Plus für dich reicht? Ich gehe es gern mit dir durch.
Porträt von Philipp „Phil“ Scambor, Director E-Commerce und Co-Founder bei Digit-One
Philipp Scambor
Director E-Commerce & Co-Founder @ Digit-One
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Deine Fragen zu Shopify B2B ohne Plus
















Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: Oktober 2026. Die Angaben stammen von offiziellen Shopify-Seiten, abgerufen am 12.10.2026. Preise gelten für Österreich in Euro. Die Links führen zu den Quellen (Help Center Deutsch; Newsroom, Changelog, shopify.dev, Shopify Academy und Theme Store auf Englisch; shopify.com/at). Seiten aus dem Netz verlinken wir bewusst nicht. Shopify ändert Pläne, Preise und Funktionen laufend und datiert die meisten Help-Center-Seiten nicht, prüfe kritische Werte deshalb vor einer Entscheidung noch einmal an der Quelle. Unsere Rechenbeispiele beruhen auf diesen Werten.

Was sich geändert hat

  • 6. Mai 2025: Shopify Tax validiert USt-IdNrn. im Adminbereich (Changelog).
  • 25. Februar 2026: Die USt-IdNr.-Validierung im Checkout wird für Händler eingeführt, die Shopify Tax in der EU oder im Vereinigten Königreich nutzen und mindestens einen aktiven Fulfillment-Standort in der EU haben (Changelog, Hilfeseite).
  • 2. April 2026: Shopify meldet im Newsroom und im Changelog die grundlegenden B2B-Funktionen auch für Basic, Grow und Advanced, ohne Zusatzkosten, und beschreibt die Einführung als laufend.
  • 30. Juni 2026: Alle Shopify Scripts laufen nicht mehr (Entwickler-Changelog vom 9. April 2026, Script-Editor-Seite). Zwei B2B-Seiten (Shop-Typ und Mengenpreise) nennen noch den 28. August 2025.

Pläne und Preise

Kataloge, Märkte und Shops

Kunden, Unternehmen und Checkout

Steuern

ERP, Schnittstellen und Entwicklung

Seiten, die Unterschiedliches nennen

Grenzwerte mit Fundstelle

Stimmt eine Angabe nicht mehr? Dann schreib uns an hello@digit-one.com. Wir prüfen sie gegen die Quelle und korrigieren die Seite.