Markets oder Expansion Stores in Shopify: Was passt zu dir?

Märkte und Erweiterungs-Shops lösen zwei verschiedene Aufgaben

Markets bündeln mehrere Märkte in einem Shop, Erweiterungs-Shops sind zusätzliche Shops im selben Plus-Vertrag. Mit Shopify Markets steuerst du aus einem Shop, was Kunden je Land sehen: Währung, Sprache, Domain, Preise und Produkte. Das Erstellen regionaler Märkte ist in allen Shopify-Abos kostenlos (Help Center), einzelne Anpassungen hängen vom Abo ab. Ein Erweiterungs-Shop (Expansion Store) ist ein eigener Shop mit eigenen Daten, Einstellungen und Storefronts, den es im Plus-Plan gibt und der Bedingungen wie dieselbe Marke erfüllen muss.

Diese Seite geht sechs Situationen durch, nennt für jede die passende Struktur und zeigt, woraus sich die Kosten zusammensetzen. Wo Shopifys Angaben voneinander abweichen oder unvollständig sind, steht dabei, was du vorab mit Shopify klärst. Stand: Oktober 2026, Preise für Österreich und Deutschland.

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Erweiterungs-Shops sind in der Plus-Plattformgebühr neben dem Hauptshop enthalten

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Typen von Erweiterungs-Shops sind bei Shopify automatisch qualifiziert

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Domain-Typen für Märkte: Landesdomain, Subdomain oder Unterordner, auch kombinierbar

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Fragen entscheiden, ob Markets reichen oder ein eigener Shop nötig ist

Stand der Angaben: Funktionen und Grenzen stammen aus dem Shopify Help Center, von den Preisseiten für Österreich und Deutschland sowie aus Newsroom, Changelog und shopify.dev, Stand 12. und 13.10.2026. Die Kennzahlen oben beruhen auf den Help-Center-Seiten zu Erweiterungs-Shops und Domains und auf den Preisseiten, die 6 zählt die Fragen unseres Kurz-Checks weiter unten. Beträge stehen im Abschnitt Was ein weiterer Shop kostet, mit Land, Währung und Stand. Shopify ändert Pläne, Preise und Funktionen laufend, prüfe kritische Werte deshalb vor einer Entscheidung an der verlinkten Quelle.

Vier Begriffe, die oft durcheinandergehen

Markets, Erweiterungs-Shops, mehrere Shops in einer Organisation und Managed Markets sind vier Begriffe für unterschiedliche Aufgaben. Sie gelten in unterschiedlichen Abos.

Shopify Markets

Ein Markt ist eine Gruppe von Kunden, die du in deinem Shop definierst. Märkte können aus Ländern oder Regionen, aus Unternehmenssitzen für B2B, aus Einzelhandelsstandorten oder aus Vertriebskanälen bestehen. Das Erstellen regionaler Märkte ist laut Anforderungen und Überlegungen in allen Shopify-Abos kostenlos, bestimmte Anpassungen gibt es nur in bestimmten Abos.

Erweiterungs-Shop (Expansion Store)

Erweiterungs-Shops sind laut Help Center zusätzliche .myshopify.com-Shops, die im Shopify-Plus-Plan unter dieselbe Organisation und denselben Vertrag fallen. Jeder Shop hat eigene Einstellungen, Konfigurationen und Storefronts und arbeitet unabhängig mit eigenen Daten. Die deutsche Hilfeseite sagt Erweiterungs-Shop, die englische expansion store, gemeint ist dasselbe.

Mehrere Shops in einer Organisation ohne Plus

Auch ohne Plus lassen sich Shops in einer Organisation gruppieren. Laut Help Center gibt es dafür keine bestimmte Obergrenze, die Shops brauchen dieselbe Abrechnungswährung und müssen demselben Inhaber gehören. Jeder Shop wird separat abgerechnet und fakturiert. Plus-Händler verwenden laut Organisations-Übersicht stattdessen Erweiterungs-Shops.

Managed Markets, früher Markets Pro

Managed Markets baut auf Markets auf und fügt Global-e als eingetragenen Händler (Merchant of Record) hinzu, der bestimmte Aufgaben gegen eine Gebühr pro Bestellung übernimmt. Der Changelog-Eintrag vom 2. Juli 2024 (Englisch) nennt die Umbenennung von Markets Pro zum 24. Juni. Verfügbar ist es laut Help Center für Unternehmen in den kontinentalen USA und für bestimmte Shops in Kanada und Großbritannien.

Ob Händler mit Sitz in Österreich oder Deutschland Managed Markets nutzen können, steht in Shopifys Hilfe nicht ausdrücklich. Als Unternehmenssitz nennt sie nur die kontinentalen USA sowie bestimmte Shops in Kanada und Großbritannien, Österreich, Deutschland und die Schweiz erscheinen dort nur als Zielländer der Kundschaft, und die Preisseite für Österreich führt Managed Markets als Plus-Funktion auf, ohne eine Standortbedingung zu nennen. Wer damit plant, lässt sich die Verfügbarkeit für den eigenen Unternehmenssitz vorab von Shopify bestätigen.

Vier Strukturen, kurz erklärt

Die Einordnung in vier Strukturen ist unsere, die Bedingungen je Struktur stammen aus dem Help Center. Welche zu dir passt, zeigen die sechs Situationen darunter.

Alle Abos
Ein Shop, mehrere Märkte

Währung, Sprache, Domain, Preise und Produkte je Land aus einem Shop. Kataloge und Währungen je Markt gibt es in allen Abos, Domains laut Seite zu internationalen Domains ab Basic.

Ab Advanced
Ein Shop, Märkte mit mehr Gestaltung

Theme-Anpassungen sowie Checkout- und Kontoseiten je Markt gibt es ab Advanced. Checkout-Blöcke je Markt und Geschäftseinheiten gibt es nur mit Plus.

Plus
Erweiterungs-Shops im Plus-Vertrag

Eigene Daten, Einstellungen und Storefronts je Shop unter einem Vertrag. Bedingungen bei Standardverträgen: dieselbe Marke, derselbe Name, dieselben Arten von Waren und Dienstleistungen und USD oder INR als Abrechnungswährung.

Mehrere MarkenOhne Plus
Eigener Vertrag oder Organisation

Mehrere Marken brauchen laut Shopify je Marke einen eigenen Plus-Vertrag. Ohne Plus gruppierst du Shops in einer Organisation, jeder wird separat abgerechnet.

Sechs Situationen und die passende Struktur

Die Struktur folgt der Situation, nicht umgekehrt. Jede Situation nennt zuerst die Antwort, dann die Begründung samt Quellen und, wo Shopify keine klare Regel nennt, was wir empfehlen.

Situation 1: Eine Marke, mehrere Länder, ein Sortiment

Markets reichen, wenn sich nur Land, Währung, Sprache oder Preisliste unterscheiden.

Produktkataloge, Währungen, Domains und Sprachen, Rabatte sowie Zollgebühren und Steuern sind je Markt in allen Abos verfügbar (Help Center), die Plan-Tabelle führt Starter und Basic dabei in einer Spalte. Die Seite zu internationalen Domains nennt für Domains dagegen mindestens das Basic-Abo, plane Domains je Land auf Starter also nur nach Rückfrage bei Shopify. Kataloge steuern, welche Produkte in welchem Markt zu welchem Preis verfügbar sind, und Preise können mit automatischen Wechselkursen in der Landeswährung erscheinen.

Weil alles in einem Shop liegt, pflegst du Produkte, Inventar und Einstellungen nur einmal. Bei Erweiterungs-Shops ist das anders, siehe den Abschnitt dazu weiter unten.

Situation 2: Eine Marke, aber je Land ein angepasstes Theme oder ein angepasster Checkout

In einem Shop gibt es kein eigenes Theme je Land, aber du kannst das eine Theme je Markt anpassen, und das Abo entscheidet, wie weit.

Marktspezifische Theme-Anpassungen gibt es ab Advanced, ebenso angepasste Checkout- und Kontoseiten je Markt. Checkout-Blöcke je Markt, einschließlich der Informations-, Versand- und Zahlungsseiten bei dreiseitigen Checkouts, und Geschäftseinheiten je Markt gibt es laut Plan-Tabelle nur im Plus-Plan.

Es kann nur ein Theme veröffentlicht sein (Help Center). Anpassen lässt sich je Markt dieses eine Theme, laut Markets-Seite mit individuellen Botschaften, eigenen Layouts und visuellen Elementen.

Je Markt anpassbar sind Abschnittsinhalte wie Text, Bilder und Banner, die Sichtbarkeit und Reihenfolge von Blöcken sowie Einstellungen auf Abschnittsebene (Help Center). Globale Theme-Einstellungen wie Farben und Typografie sowie Liquid-Vorlagen lassen sich in keinem Plan je Markt ändern.

Situation 3: Eine eigene Rechtseinheit je Land

Hier endet der Standard: Geschäftseinheiten gibt es nur mit Plus, und der Verkauf über mehrere Einheiten setzt Shopify Payments voraus.

Geschäftseinheiten gibt es nur im Plus-Plan. Der Verkauf über mehrere Unternehmenseinheiten mit Shopify Payments ist nur für Organisationen im Shopify-Plus-Abo und im Shopify-Enterprise-Commerce-Abo verfügbar, verlangt die neue Markets-Version und lässt sich weder mit Managed Markets noch mit der automatischen Steuererklärung kombinieren.

Ob Geschäftseinheiten in einem Shop oder ein Erweiterungs-Shop je Einheit besser passen, hängt von Steuer, Zahlung und Pflegeaufwand ab. Eine allgemeine Regel gibt es dafür nicht, es ist eine Entscheidung am konkreten Fall. Mehr dazu im Abschnitt zu Rechtseinheiten und Zahlung.

Situation 4: Eigenes Team, eigene Daten und eigene Storefront je Region

Dann ist ein Erweiterungs-Shop der Weg, den Shopify für getrennte Daten und Storefronts beschreibt, sofern Marke und Sortiment zur Hauptmarke passen.

Die Hilfeseite zu Erweiterungs-Shops nennt Internationale Expansion als ersten Zweck: dieselbe Marke, derselbe Name und dieselben Produkte, angeboten in einer anderen Sprache, Region oder Währung. Jeder Shop arbeitet völlig unabhängig mit eigenen Daten, Einstellungen und Konfigurationen, Produkte, Kollektionen und Inventar werden standardmäßig nicht synchronisiert, bestimmte Daten wie das Inventar lassen sich bei Bedarf über Apps von Drittanbietern oder ein ERP-System abgleichen.

Das lohnt sich, wenn Teams, Prozesse oder Rechtseinheiten je Region getrennt sind und du den Pflegeaufwand einer zweiten Storefront tragen willst. Unterscheiden sich nur Währung und Sprache, reichen Märkte.

Situation 5: Großhandel und Endkunden unter einer Marke

Beides geht: B2B-Märkte in einem Shop oder ein eigener B2B-Shop, und die Entscheidung ist laut Shopify später nur schwer zu ändern.

Shopify B2B gibt es laut Plan-Tabelle in Basic, Grow, Advanced und Plus. Die Seite zum Shop-Typ beschreibt einen kombinierten Shop für B2B und D2C und einen dedizierten B2B-Shop, der einen separaten Shopify-Shop verlangt, und weist darauf hin, dass sich die Entscheidung später nur schwer ändern lässt.

Im Plus-Vertrag sind B2B-Großhandels-Shops und D2C-Shops für reine Großhändler vorgenehmigte Erweiterungs-Shop-Typen, mit je einem kostenlosen Shop pro Vertrag.

Wie B2B ohne Plus funktioniert, beantwortet die FAQ weiter unten und verweist auf die ausführliche Seite dazu.

Situation 6: Mehrere Marken unter einem Dach

Erweiterungs-Shops setzen dieselbe Marke voraus, bei mehreren Marken brauchst du laut Shopify je Marke einen eigenen Plus-Vertrag.

Bei Standardverträgen müssen Erweiterungs-Shops Erweiterungen der Hauptmarke sein, im Shop-Namen und im Branding mit ihr identisch sein, dieselben Arten von Waren und Dienstleistungen führen und die Abrechnungswährung USD oder INR haben (Hilfeseite). Für mehrere Marken nennt die Seite eine Mehrmarkenvereinbarung, die verlangt, dass jede Marke ein eigenes separates Plus-Abonnement hat. Die Preisseite für Österreich schreibt dasselbe als separaten Plus-Vertrag pro Marke.

Preis und Konditionen der Mehrmarkenvereinbarung klärst du direkt mit dem Shopify Support, die Hilfeseite verweist dafür dorthin.

Erweiterungs-Shops gibt es im Plus-Plan. Ohne Plus gruppierst du mehrere Shops in einer Organisation, jeder Shop wird separat abgerechnet und fakturiert.

Raster aus sechs Situationen und vier Strukturen für den internationalen Verkauf mit Shopify: A Märkte in einem Shop, B Märkte mit mehr Gestaltung, C Erweiterungs-Shops, D eigener Vertrag oder Organisation. Beispiele: Eine Marke in mehreren Ländern passt zu A, ein eigenes Team je Region zu C, mehrere Marken unter einem Dach zu D, nicht zu C. Quelle: Shopify Help Center und unsere Einschätzung.

Welche Struktur zu welcher Situation passt

Für jede der sechs Situationen beschreibt Shopify mindestens einen Weg, bei einer eigenen Rechtseinheit je Land gibt es ihn nur mit Plus. Die Quellen je Situation stehen im Text darüber.

Das grüne Häkchen heißt: Shopify beschreibt den Weg für diesen Fall. Der gestrichelte Rahmen heißt: möglich, aber unsere Einordnung. Das Kreuz heißt: laut Shopify nicht vorgesehen.

Das Diagramm ist auf Deutsch. Seine Zeilen entsprechen den sechs Situationen im Text.

Was Markets kann und in welchem Abo

Märkte steuern Katalog, Währung, Domain, Sprache, Rabatte und Steuern je Markt in allen Abos, bei Domains ab Basic, die Gestaltung je Markt hängt vom Abo ab.

In allen Plänen der Tabelle

Die Plan-Tabelle im Help Center führt Starter und Basic in einer Spalte und listet diese Funktionen für alle Abos, für Domains nennt die Seite zu internationalen Domains allerdings mindestens das Basic-Abo:

  • Produktkataloge je Markt anpassen
  • Währungen je Markt anpassen
  • Domains und Sprachen je Markt anpassen
  • Rabatte auf bestimmte Märkte anwenden
  • Zollgebühren und Steuern je Markt verwalten

Ab Advanced und nur mit Plus

Das Theme je Markt anzupassen sowie Checkout- und Kontoseiten je Markt verlangen Advanced oder Plus. Checkout-Blöcke je Markt und Geschäftseinheiten je Markt gibt es laut Plan-Tabelle nur mit Plus. Die Auszahlung in mehreren Währungen setzt Advanced oder Plus voraus.

Grenzen, die Shopify selbst nennt

Die Anforderungen und Überlegungen nennen unter anderem:

  • Es kann nur ein Theme veröffentlicht sein, und Mitarbeiterberechtigungen lassen sich nicht je Markt vergeben.
  • Post-Purchase-Apps funktionieren nur in der Standardwährung des Shops, Rabatte mit festem Betrag lassen sich nur in der Standardwährung anlegen.
  • Ein Markt lässt sich nur für Länder und Regionen mit konfigurierten Versandtarifen aktivieren.
  • Zahlungen in mehreren Währungen setzen Shopify Payments oder Adyen voraus.

Laut Plus-Planseite und Seite zu Markttypen gibt es keine Begrenzung für die Zahl der Länder- und Regionsmärkte in allen Abos.

Welche Zahlungsabwickler für mehrere Währungen gelten, steht nicht auf allen Seiten gleich: Die Anforderungen nennen Shopify Payments oder Adyen, die Seite zu internationalen Domains nur Shopify Payments. Plane vorsichtshalber mit Shopify Payments und kläre Adyen vorab mit Shopify.

Weitere Markttypen

Märkte lassen sich auch aus Unternehmenssitzen für B2B, Einzelhandelsstandorten und Vertriebskanälen bilden. B2B-Märkte gibt es in allen vier Plänen (Plan-Tabelle), in Basic, Grow und Advanced mit höchstens 3 aktiven Katalogen über alle B2B-Märkte. Einzelhandelsmärkte sind in allen Abos verfügbar, die Kataloganpassung dafür erfordert POS Pro oder das Plus-Abo. Teilregion-Märkte stehen nur im frühzeitigen Zugriff zur Verfügung. Beides steht auf der Seite zu Markttypen.

Was ein Erweiterungs-Shop ist und was nicht

Ein Erweiterungs-Shop ist ein eigener Shop im Plus-Vertrag, kein zusätzlicher Markt und keine Kopie, die sich von selbst aktuell hält.

Vertrag und Zahl

Plus-Organisationen können im Rahmen ihres Vertrags maximal zehn Shops ohne zusätzliche Kosten haben: einen Hauptshop und neun Erweiterungs-Shops (Hilfeseite). Staging-Shops werden nicht auf das Limit angerechnet. Wer mehr als zehn Shops braucht, muss sich an den Shopify Support wenden.

Übersteigt ein angeforderter Shop die Limits deines Vertrags, wird stattdessen ein Test-Shop erstellt (Hilfeseite). Eine Anfrage geht an Shopify Plus, du stimmst einer zusätzlichen Gebühr zu, und der Shop wird nach der Bearbeitung hochgestuft, laut Seite innerhalb weniger Tage. Einen Betrag nennt die Hilfeseite nicht.

Preisseiten und Hilfeseite beschreiben die Zusatzkosten unterschiedlich: Die Preisseiten sprechen von einer unbegrenzten Zahl an Onlineshops, aber nur einer Marke pro Vertrag, mit einem Betrag je weiterem Shop, die Hilfeseite verweist ab dem elften Shop auf den Shopify Support und nennt keinen Betrag. Ob beide denselben Weg meinen, klärst du vor der Planung mit Shopify, bis dahin rechnest du mit dem Betrag der Preisseite.

Voraussetzungen und Typen

Für Standardverträge gelten vier Bedingungen (Hilfeseite): Der Shop ist eine Erweiterung der Hauptmarke, er ist in Shop-Name und Branding mit ihr identisch, er führt dieselben Arten von Waren und Dienstleistungen, und seine Abrechnungswährung ist USD oder INR. Automatisch qualifiziert sind fünf Typen:

  • Internationale Shops: dieselbe Marke und dieselben Produkte in einer anderen Sprache, Region oder Währung
  • B2B-Großhandels-Shops: identische Produkte wie die Hauptmarke, mit Benutzer-Login und B2B-Organisationszuordnung
  • D2C-Shops für Großhändler: für Händler, die ausschließlich im Großhandel verkaufen und eine D2C-Storefront mit identischen Produkten erstellen möchten
  • Shops nur für Mitarbeiter
  • Physische Einzelhandelsstandorte: reine Läden ohne Online-Transaktionen

Für B2B und für D2C gilt je ein kostenloser Shop pro Vertrag (Hilfeseite). Die Abrechnungswährung USD oder INR ist unabhängig von der Verkaufswährung des Shops.

Die Einleitung der Hilfeseite nennt Produktlinienerweiterungen mit unterschiedlichen Produkten, die Bedingungen verlangen dagegen dieselben Arten von Waren, und die Typenliste führt Produktlinien und VIP-Shops nicht auf. Kläre deshalb vorab mit Shopify, ob ein geplanter Shop dieser Art zulässig ist, ob der kostenlose B2B-Shop innerhalb der neun liegt oder zusätzlich zählt und was für Kunden mit Euro-Abrechnung gilt.

Was geteilt wird und was nicht

Jeder Erweiterungs-Shop arbeitet völlig unabhängig mit eigenen Daten, Einstellungen und Konfigurationen (Hilfeseite). Shop-Einstellungen, Produkte, Kollektionen und Inventar werden standardmäßig nicht zwischen den Shops synchronisiert, bestimmte Daten wie das Inventar lassen sich über Apps von Drittanbietern oder ERP-Systeme abgleichen. Importieren lassen sich Daten nur beim Erstellen eines Shops aus einem anderen Shop der Organisation: Themes, Produkte und Kollektionen sowie Dateien. Danach pflegst du sie manuell.

Gemeinsam sind Organisation, Vertrag und Abrechnung: Bei Plus laufen alle Shops einer Organisation in einem Abrechnungskonto und auf einer Rechnung zusammen (Abrechnungsseite), Benutzer und Abrechnung lassen sich zentral verwalten. Berichte lassen sich auf Shop- oder Organisationsebene anzeigen, Organisationsanalysen gibt es nur mit Plus (Analyse-Seite).

Apps werden pro Shop abgerechnet und nicht für die gesamte Organisation (Hilfeseite). Bei Plus brauchst du für jede Storefront, in der ein Theme verwendet wird, eine separate Theme-Lizenz (Seite zu nicht lizenzierten Themes).

Ob Kundenprofile, Kundenkonten und Bestellungen zwischen Erweiterungs-Shops geteilt oder getrennt sind, steht in Shopifys Hilfe nicht ausdrücklich, auch die Importliste nennt sie nicht. Ebenso fehlt dort eine Zusage, dass sich Kunden mit einem einzigen Login in allen Erweiterungs-Shops anmelden können. Plane deshalb mit getrennten Kundendaten und Logins je Shop und kläre vorab mit Shopify, was du darüber hinaus brauchst.

Die Theme-Lizenz bei Staging-Shops beantworten die Seiten gegensätzlich: Die deutsche Hilfeseite zu Erweiterungs-Shops nimmt Staging-Shops davon aus, die englische Fassung und die Theme-Seiten verlangen auch für Entwicklungs- oder Staging-Shops zusätzliche Lizenzen. Plane die Lizenz für Staging-Shops vorsichtshalber ein, bis Shopify dir schriftlich etwas anderes bestätigt.

Anlegen und Aufnehmen

Beim Anlegen wählst du, ob der Shop für Staging oder Produktion gedacht ist, und Staging-Shops sind nicht für den Verkauf gedacht (Shop-Übersicht). Vorher braucht der Hauptshop eine Zahlungsmethode und eine vollständige Rechnungsadresse. Einen bestehenden Shop in die Organisation aufzunehmen läuft über den Shopify Plus Support (Hilfeseite).

Drei Gruppen zu Erweiterungs-Shops. Gemeinsam im Plus-Vertrag: Organisation, Abrechnung, Benutzerverwaltung und Berichte auf Organisationsebene. Je Shop getrennt: Daten, Einstellungen, Produkte, Inventar, Storefront mit eigener Theme-Lizenz und Apps. Vorab klären: Kundenprofile und Bestellungen, ein gemeinsames Kunden-Login und die Theme-Lizenz bei Staging-Shops. Quelle: Shopify Help Center.

Ein Vertrag, aber jeder Shop für sich

Geteilt sind Vertrag, Abrechnung und Verwaltung, getrennt sind Daten, Produkte, Inventar, Storefront und Apps. Rechts steht die Seite, auf der Shopify den Punkt beschreibt.

Ob Kundenkonten und Bestellungen geteilt oder getrennt sind, steht in Shopifys Hilfe nicht ausdrücklich. Lass dir das vor der Entscheidung von Shopify bestätigen.

Das Diagramm ist auf Deutsch. Seine drei Gruppen entsprechen dem Abschnitt Was geteilt wird und was nicht.

Was ein weiterer Shop kostet

Das Anlegen von Märkten im selben Shop kostet nichts, Gebühren entstehen bei Währungsumrechnung, Auszahlung in mehreren Währungen und Managed Markets, bei Erweiterungs-Shops summieren sich Plus-Gebühr, Gebühr ab dem elften Shop, Theme-Lizenz je Storefront und Apps je Shop. Die Beträge unten stammen von den Preisseiten und gelten für den jeweils genannten Stand, prüfe sie vor dem Entscheiden neu.

Markets: Gebühren im selben Shop

Das Erstellen regionaler Märkte ist in allen Abos kostenlos (Help Center). Bei automatischen Wechselkursen steckt eine Umrechnungsgebühr im angezeigten Preis, bei manuellen Kursen nicht, dort wird sie in deinen Auszahlungen berücksichtigt (Seite zu lokalen Währungen). Die Gebührenseite nennt für die Währungsumrechnung 1,5 % für die USA, 2 % für Frankreich und 2 % für alle anderen Shopify-Payments-Regionen, je nach primärem Land des Shops. Österreich und Deutschland nennt sie nicht namentlich.

Welcher Satz für Händler mit Sitz in Österreich oder Deutschland gilt, steht in Shopifys Hilfe nicht ausdrücklich: Die Seite zu lokalen Währungen nennt 1,5 % oder 2 % je nach Standort des Shops, die Gebührenseite führt Österreich und Deutschland nicht namentlich. Rechne vorsichtshalber mit dem höheren Satz von 2 % und lass dir den Satz für deinen Standort von Shopify bestätigen.

Die Auszahlung in mehreren Währungen gibt es nur mit Advanced oder Plus (Hilfeseite). Für Auszahlungen in einer Fremdwährung, also nicht in der inländischen, nennt die Seite in globalen Regionen eine Gebühr von 1,5 % (Advanced) beziehungsweise 1 % (Plus). Für Österreich und Deutschland nennt die Liste der Auszahlungswährungen EUR als inländische Währung und weitere Währungen wie CHF, USD und GBP.

Welche dieser Gebühren für Händler mit Sitz in Österreich oder Deutschland gilt, ordnet keine der beiden Seiten ausdrücklich zu, hol dir die Zuordnung vorab von Shopify.

Managed Markets berechnet eine Transaktionsgebühr von 3,25 % im Plus-Plan und 3,5 % in Basic, Grow und Advanced, zuzüglich Währungsumrechnung und Shopify-Payments-Gebühr (Hilfeseite). Verfügbar ist es in den kontinentalen USA und für bestimmte Shops in Kanada und Großbritannien, Österreich und Deutschland nennt die Seite dafür nicht.

Erweiterungs-Shops: die Kostenkette

Laut Preisseite für Österreich beginnt Plus bei 2.100 € pro Monat bei drei Jahren Laufzeit und bei 2.250 € bei einem Jahr, jeweils für Standard-Setups und Standard-Integrationen. Komplexere Unternehmen mit höherem Volumen wechseln auf eine variable Plattformgebühr nach Umsatz und Geschäftsmodell, deren Höhe die Seite nicht nennt. Haupt-Shop und neun Erweiterungs-Shops sind inbegriffen. Jeder weitere Shop kostet 250 € pro Monat, oder es wird eine Umsatzbeteiligung für alle Shops fällig, deren Höhe die Seite nicht nennt. Die Preisseite für Deutschland nannte 2.300 $ pro Monat als Einstiegspreis, 2.500 $ bei einem Jahr Laufzeit und 300 $ je weiterem Shop. Stand beider Preisseiten: 13.10.2026.

Die Preisseiten lassen offen, ob die Beträge netto oder brutto gemeint sind, kläre das im Angebot. Außerdem weichen die Währungsangaben voneinander ab: Die Hilfeseite nennt als Abrechnungswährung für das Hinzufügen von Shops nur USD oder INR, die Plus-Planseite führt Österreich und Deutschland dagegen in der Euro-Zeile (2.100 € bei drei Jahren Laufzeit, 2.250 € bei einem Jahr), die Österreich-Seite rechnet in Euro, und die deutsche Preisseite nannte am 13.10.2026 US-Dollar. Ob die 250 € derselben Gebühr entsprechen, die die Hilfeseite ab dem elften Shop erwähnt, lässt du dir von Shopify bestätigen, bevor du mit ihnen kalkulierst.

Dazu kommen Theme-Lizenz und Apps. Bei Plus brauchst du für jede Storefront, in der das Theme verwendet wird, eine separate Theme-Lizenz (Seite zu nicht lizenzierten Themes), und Apps werden pro Shop abgerechnet (Hilfeseite). Die Preisseiten nennen als weitere optionale Kosten den einmaligen Kauf von Themes und benötigte Drittanbieter-Apps.

Die Jahreskosten der Struktur ergeben sich aus zwölf Monatsgebühren für Plus, zwölf Monatsgebühren je Shop über den zehn inbegriffenen, den Theme-Lizenzen je Storefront, den App-Gebühren je Shop und der Pflegezeit je Shop. Beispiel mit der Österreich-Seite: Bei zwölf Shops, also Hauptshop plus elf Erweiterungs-Shops, sind zwei Shops nicht inbegriffen. Das ergibt 2 × 250 € × 12 = 6.000 € pro Jahr zusätzlich zu 2.100 € × 12 = 25.200 € für Plus mit drei Jahren Laufzeit, zusammen 31.200 € pro Jahr ohne Themes, Apps und Pflege.

Die laufende Pflege je Shop (Produkte, Theme, Apps, Rechtstexte, Support) fällt je Erweiterungs-Shop erneut an, weil Einstellungen, Produkte, Kollektionen und Inventar standardmäßig nicht synchronisiert werden. Wie hoch dieser Aufwand ist, hängt von Team und Prozessen ab, rechne ihn für deinen Fall durch, bevor du dich für mehrere Shops entscheidest.

SEO und Domains: Landesdomain, Subdomain oder Unterordner

Für den Einstieg nennt Shopify Unterordner als beste Option, Landesdomains bauen eigene Autorität auf und kosten den größten SEO-Aufwand.

Internationale Domains sind ab dem Basic-Abo verfügbar (Hilfeseite zu Domains). Du kannst Top-Level-Domains, Subdomains, Unterordner oder eine Kombination davon verwenden, aber keine internationalen Domains über die myshopify.com-Domain.

Shopify nennt Unterordner beim Einstieg als beste Option, weil die regionsspezifischen URLs vom bestehenden Suchranking und der Domain-Autorität der primären Domain profitieren. Länderspezifische Domains entwickeln dagegen eigene Autorität und ein eigenes Ranking und erfordern die meiste Zeit und den größten Aufwand. Die Markets-SEO-Seite empfiehlt Unterordner für die meisten Shops.

Reine Sprach-Unterordner wie /fr oder /en gibt es nur im primären Markt, in sekundären Märkten kombinierst du Sprach- und Ländercode, etwa /fr-ca (Hilfeseite zu Domains). Einen Markt mit konfigurierten Unterordnern kannst du nicht als primären Markt festlegen, bevor du die Domain-Einstellungen aktualisiert hast (Seite zu Märkten verwalten). Mehrere Domains auf dem primären Markt hat Shopify am 11. September 2023 angekündigt (Changelog, englisch), die Hilfeseite zu Domains beschreibt sie heute. Fügst du demselben Markt mehrere Domains hinzu, richte jede auf eine andere Sprache aus, sonst können Suchmaschinen den Inhalt als doppelt werten, was das Ranking verschlechtern kann.

Shopify erzeugt Hreflang-Tags automatisch, aber nur für Märkte mit eigener Domain, Subdomain oder eigenem Unterordner, ein x-default-Tag verweist auf die primäre Domain. Canonical-URLs setzt Shopify auf allen Seiten automatisch. Bei mehreren Marktversionen derselben Seite hat jede Version eine selbstreferenzierende Canonical-URL, und die hreflang-Tags verbinden die Versionen miteinander (Markets-SEO-Seite).

Die automatischen hreflang-Tags lassen sich unter Onlineshop > Konfigurationen abschalten (Markets-SEO-Seite). Wer sie selbst verwalten will, muss eigene hreflang-Tags im Theme ergänzen, sonst kann das der SEO schaden.

Für den hreflang-Tag der Standardsprache im Primärmarkt nennt Shopifys Hilfe keine ausdrückliche Regel, prüfe nach dem Livegang im Seitenquelltext, welche Tags tatsächlich ausgeliefert werden.

Für Kunden aus der EU schreibt die Hilfeseite zu Domains, sie würden zur Einhaltung der lokalen Gesetzgebung nicht automatisch innerhalb der EU weitergeleitet. Die Seite zur automatischen Weiterleitung nennt das genauer: Der Ausschluss gilt bei länderspezifischen EU-Domains wie .at oder .de, bei Domains ohne Länderbezug wie .com oder .shop können EU-Kunden automatisch umgeleitet werden.

Die Hilfeseite zur Geolocation-App nennt den 1. Februar 2025 als Ende der Installierbarkeit und den 24. März 2025 als Abschaltdatum der App. Wer an EU-Kunden verkauft und eine EU-Domain hat, braucht laut Seite weiterhin eine auf Zustimmung basierende Lokalisierungsstrategie.

Lege die Domain-Struktur vor Design und Migration fest: Eine spätere Änderung braucht in der Regel Weiterleitungen, und das Ranking kann vorübergehend schwanken.

Domains und hreflang bei Shopify Markets in zwei Spalten. Shopify übernimmt hreflang-Tags, x-default, Canonical-URLs und die mögliche Umleitung von EU-Kunden. Bei dir bleiben die Wahl des Domain-Typs, eine Sprache je Domain im selben Markt, Lokalisierung statt Umleitung bei .at und .de sowie eigene hreflang-Tags im Theme. Vorab klären: hreflang der Standardsprache im Primärmarkt.

Hreflang und Canonical übernimmt Shopify, die Domain-Wahl bleibt bei dir

Shopify setzt hreflang für Märkte und Canonical-URLs automatisch, Domain-Typ und Sprachausrichtung bleiben deine Entscheidung. Die automatischen hreflang-Tags lassen sich abschalten, dann pflegst du eigene im Theme.

Bei getrennten Shops können eigene Tags nötig sein (Entwicklerdokumentation zu hreflang), eine Anleitung dazu gibt Shopify nicht, du löst es im Theme oder per App.

Das Diagramm ist auf Deutsch. Seine zwei Spalten und das Feld mit den offenen Punkten entsprechen dem Abschnitt SEO und Domains.

DACH in der Praxis: vier Punkte, die über die Struktur mitentscheiden

Die Auswahl der vier Punkte ist unsere, die Aussagen dazu stammen aus dem Help Center und stehen im Abschnitt darunter mit Quelle. Für die Schweiz gibt Shopifys Markets-Hilfe kein Beispiel, wer Schweizer Kunden bedient, klärt die Umsetzung deshalb vorab mit Shopify.

DomainsSprache
Gleiche Sprache, mehrere Länder

Gehören mehrere Domains zu einem Markt, soll jede eine andere Sprache bedienen, sonst kann doppelter Inhalt das Ranking verschlechtern. Für deutsche Sprachvarianten je Land gibt Shopify kein Beispiel.

Steuern
Umsatzsteuer in der EU

Für Händler mit Sitz in der EU gilt über der Schwelle von 10.000 € für Verkäufe in andere EU-Länder der Satz des Ziellandes. Die OSS-Nutzung setzt Shopify Tax oder Basic Tax voraus.

ZahlartenMärkte
Zahlarten je Land

Lokale Zahlarten außerhalb deines Unternehmensstandorts setzen laut Hilfeseite voraus, dass diese Länder als Märkte eingerichtet sind. EPS gilt für Kunden in Österreich in Euro, TWINT für Kunden in der Schweiz in CHF.

ZollAuslandsversand
Zoll und Einfuhrsteuern

Bei Auslandsversand können bei Zustellung Zoll und Einfuhrsteuern anfallen, ein geschätzter Betrag lässt sich im Checkout erheben. Ob Händler in Österreich oder Deutschland das nutzen können, nennt Shopify nicht.

DACH im Detail: Sprache, Steuern, Zahlarten und Zoll

Für Österreich, Deutschland und die Schweiz gibt es vier Fragen, die über die Struktur mitentscheiden: Sprache je Domain, Steuerregistrierung, Zahlart und Zoll. Die Angaben stammen aus dem Help Center, wo dort etwas fehlt oder abweicht, steht dazu, was du vorab klärst.

Gleiche Sprache, mehrere Länder

Fügst du demselben Markt mehrere Domains hinzu, sollte jede auf eine andere Sprache ausgerichtet sein, sonst kann doppelter Inhalt das Ranking verschlechtern (Hilfeseite zu Domains).

Drei Landesdomains mit derselben Sprache, etwa .at, .de und .ch mit deutschen Inhalten, fallen unter diesen Hinweis, wenn du sie demselben Markt zuweist. Für getrennte Märkte je Land äußert sich die Seite nicht. Als Mittel, lokalisierte URLs als regionale Versionen statt als Duplikate zu kennzeichnen, nennt sie automatisch erzeugte hreflang-Tags, eine Lösung für genau diesen Fall nennt sie nicht. Plane für gleichsprachige Landesdomains deshalb getrennte Märkte, eigene Inhalte je Land und saubere hreflang-Tags.

Mit der Translate & Adapt-App kannst du Produktbeschreibungen, Werbebanner oder Rechtstexte je Region anpassen, auch wenn dort dieselbe Sprache gesprochen wird (Hilfeseite zu Domains und Sprachen).

Shopifys Markets-Hilfe nennt kein Beispiel für die Schweiz und keines mit Sprachcode plus Ländercode für Deutsch wie de-at, de-ch oder de-de. Als Unterordner-Muster nennt Shopify /fr-ca, /en-ca, /en-eu und /fr-fr und schreibt, dass reine Sprach-Unterordner wie /fr nur auf dem primären Markt möglich sind. Teste die gewünschte Struktur deshalb vor dem Livegang in einem Entwicklungs-Shop.

Die Seite zur automatischen Weiterleitung nennt ein Beispiel: Nutzt du .de für Deutschland und .fr für Frankreich, wird ein Kunde aus Frankreich auf der .de-Domain nicht automatisch umgeleitet. Die Liste der gemeinten länderspezifischen EU-Domains enthält unter anderem .at, .de und .eu. Kunden wechseln manuell über eine Länder- und Sprachauswahl, für Empfehlungen verweist die Seite auf eine Drittanbieter-App.

Für .at und .de gilt dieselbe Regel, ein Besucher aus Österreich auf der .de-Domain wird also nicht automatisch auf .at umgeleitet. Die Liste der Seite enthält nur EU-Länder, für .ch nennt sie keine Regel.

Umsatzsteuer in der EU

Der Steuersatz für Kunden in anderen EU-Ländern hängt davon ab, ob du den Registrierungsschwellenwert von 10.000 € überschreitest (Hilfeseite zur EU-Steuer-Einrichtung). Darunter wird dein lokaler Satz berechnet, darüber gilt der Satz des Ziellandes. Dafür registrierst du dich für eine USt-IdNr. über den One-Stop-Shop (OSS) oder direkt in diesem Land. Das OSS-Verfahren ist für Händler mit Standorten in der EU gedacht.

Bei genau 10.000 € weichen die Seiten voneinander ab: Die Einrichtungsseite berechnet den lokalen Satz, solange du die Schwelle nicht überschreitest, die Referenzseite und die Seite zur Migration nennen den Satz des Zielorts ab 10.000 € insgesamt. Wer nahe an der Schwelle liegt, stimmt die Einstellung mit der Steuerberatung ab.

OSS lässt sich nur nutzen, wenn dein Shop Basic Tax oder Shopify Tax verwendet (Seite zur Migration).

Basic Tax ist in der EU nur verfügbar, wenn dein Shop dort vor dem 13. Mai 2026 für die Steuererhebung eingerichtet wurde (Referenzseite, ebenso die Seiten zu Einrichtung und Migration). Wenn Basic Tax für deinen Shop nicht verfügbar ist, bleiben dir Shopify Tax oder manuelle Steuereinstellungen.

Ein Erweiterungs-Shop, den du nach dem 13. Mai 2026 anlegst, kann nicht vor diesem Datum für die Steuererhebung eingerichtet worden sein, hat in der EU also kein Basic Tax, und für OSS bleibt dann Shopify Tax. Das ist unsere Schlussfolgerung aus Shopifys Regeln, lass sie dir vor dem Anlegen von Shopify oder deiner Steuerberatung bestätigen.

Die Einrichtungsseite beschreibt die Registrierungen als Schritte im Shopify-Admin, ihre Pflege je Shop nennt sie nicht ausdrücklich. Weil ein Erweiterungs-Shop völlig unabhängig mit eigenen Einstellungen arbeitet (Hilfeseite), sind die Registrierungen dort erneut einzutragen. Ob und wie das in deinem Fall nötig ist, klärst du mit deiner Steuerberatung.

Zahlarten und Währung

Um lokale Zahlarten in Ländern außerhalb deines Unternehmensstandorts anzubieten, stelle sicher, dass diese Länder als Märkte eingerichtet sind. Jede Methode steht nur Kunden in einem unterstützten Land zur Verfügung, die eine zulässige Währung wählen.

EPS steht Kunden in Österreich zur Verfügung, die in Euro bezahlen. Empfangen können Zahlungen mit EPS nur Händler in Österreich, Deutschland oder Frankreich, die in Euro verkaufen. Klarna wird Kunden in einer Reihe europäischer Länder angezeigt, darunter Österreich, Deutschland und die Schweiz. Für Zahlungen in Landeswährung können Kunden damit auschecken, wenn du einen Markt in einer Währung aus CHF, CZK, DKK, EUR, GBP, NOK, PLN und SEK eingerichtet hast.

TWINT steht Kunden in der Schweiz zur Verfügung, die CHF wählen, nicht aber für Abo-Produkte. Das Shopify-Payments-Konto muss in einem der gelisteten Länder liegen, darunter Österreich, Deutschland, Liechtenstein und die Schweiz, und CHF muss im Checkout akzeptiert werden.

Außerdem müssen in deinem Shop ein Impressum mit Firmenname, Rechtsform, Adresse und Kontakt sowie AGB mit Gerichtsstand und Hinweis auf das Widerrufsrecht zugänglich sein (TWINT-Seite). Die Produkte müssen klar in CHF ausgezeichnet sein, die Schweiz muss als Versandoption für physische Waren bestehen, und die Schweizer Mehrwertsteuer muss im Checkout angezeigt werden.

Wie sich die Schweizer Mehrwertsteuer im Checkout einrichten lässt, beschreibt die TWINT-Seite nicht, kläre die Einrichtung vorab mit deiner Steuerberatung und Shopify.

Zoll und Einfuhrsteuern

Bei Versand ins Ausland können deinen Kunden bei Zustellung Zoll und Einfuhrsteuern berechnet werden (Hilfeseite zu Zollgebühren und Einfuhrsteuern). Stattdessen kannst du schon im Checkout einen geschätzten Betrag dieser Kosten erheben.

Für Lieferungen im selben Land und zwischen EU-Mitgliedstaaten werden keine Zollgebühren und Einfuhrsteuern berechnet (Seite mit wichtigen Hinweisen). Einige Länder, darunter die Schweiz, brauchen zur Berechnung zusätzlich ein Produktgewicht (Seite zum Erheben am Checkout).

Wenn du nur Shopify Markets nutzt, bleibst du der eingetragene Händler, Steuerregistrierung, Zoll und Zollkonformität bleiben deine Verantwortung (Managed-Markets-Übersicht). Managed Markets selbst ist für Unternehmen in den kontinentalen USA und für bestimmte Shops in Kanada und Großbritannien verfügbar, für Österreich, Deutschland und die Schweiz nennt die Seite keine Verfügbarkeit.

Ob die Zoll-Funktion für Händler mit Sitz in Österreich oder Deutschland verfügbar ist, steht in Shopifys Zoll-Hilfe nicht, lass es dir vorab von Shopify bestätigen.

Rechtseinheiten und Zahlung: Geschäftseinheiten oder eigener Shop

Mehrere Rechtseinheiten lassen sich auf Plus auch in einem Shop betreiben, die Grenzen liegen bei Zahlarten, Abos und der Kombinierbarkeit mit anderen Funktionen.

Was eine Geschäftseinheit ist

Eine Geschäftseinheit ist die juristische Person, die Zahlungen für Bestellungen in einem Markt verarbeitet (Hilfeseite). Standardmäßig laufen alle Bestellungen über das primäre Shopify-Payments-Konto im Heimatland des Shops. Hast du mehrere Konten für verschiedene juristische Personen, weist du jede Einheit einem Markt zu.

Teilmärkte erben standardmäßig die Geschäftseinheit ihres übergeordneten Markts, eine eigene Zuweisung am Teilmarkt überschreibt sie, bei mehreren übergeordneten Märkten gilt die älteste Einheit (Seite zu Geschäftseinheiten). Eine Änderung wirkt nur auf neue Bestellungen. Die Seite nennt Vorschriften in einigen Regionen darüber, welche Einheit Zahlungen für Kunden dieser Region verarbeiten darf, und rät, die Zuweisung mit rechtlichen oder finanziellen Fachleuten zu prüfen.

Was der Verkauf über mehrere Einheiten verlangt und ausschließt

Für den Verkauf über mehrere Einheiten mit Shopify Payments gilt (Hilfeseite zum Verkauf mit mehreren Rechtsträgern):

  • Er ist nur mit Shopify Payments möglich, die Einheiten müssen in einem Land mit Shopify Payments liegen, und die neue Markets-Version ist nötig.
  • Das Hauptkonto ist die primäre Einheit, weitere externe Zahlarten erscheinen außer PayPal nur in Checkouts und Märkten der primären Einheit.
  • Nutzt die primäre Einheit einen externen Zahlungsabwickler, lässt sich Shopify Payments zu einer sekundären Einheit nur hinzufügen, wenn du diesen Anbieter deaktivierst.
  • Alle Abonnementzahlungen laufen über die primäre Einheit.
  • Mit Managed Markets und mit der automatischen Steuererklärung lässt sich der Verkauf über mehrere Einheiten nicht kombinieren.
  • Nicht unterstützt sind die Zuweisung der Einheit nach Lieferadresse, Marktplatz- und Provisionsmodelle sowie das Zusammenführen von B2B-Tarifen bestehender Shops.
  • Beim Wechsel von mehreren Shops auf mehrere Einheiten bleiben individuelle Shopify-Payments-Gebühren nicht erhalten.

Damit bestimmte Zahlarten verfügbar sind, muss die Einheit, die die Transaktion verarbeitet, die nötige Währung als Standardwährung für Auszahlungen führen, nicht nur als verfügbare Auszahlungswährung. Als Beispiel nennt die Seite Interac in Kanada mit CAD.

Deine inländische Währung bestimmt deine Shopify-Payments-Region, sie ist die Standardwährung deiner Auszahlungen (Seite zu Auszahlungswährungen). Für Österreich und Deutschland ist das EUR, CHF zählt dort zu den nicht inländischen Währungen, für die Schweiz sind CHF oder EUR inländisch.

Ob für TWINT dasselbe gilt wie für Interac, die Einheit also CHF als Standardwährung für Auszahlungen führen muss, sagt Shopifys Hilfe nicht. Wer TWINT mit mehreren Einheiten plant, lässt sich das vorab von Shopify bestätigen.

Seit dem 15. Mai 2026 können berechtigte Händler mit Shopify Payments über mehrere juristische Personen im selben Land verkaufen (Changelog, englisch). Dafür brauchten Händler bisher oft getrennte Shops oder Umwege über Erweiterungs-Shops.

Der Changelog-Beitrag nennt berechtigte Händler, aber keinen Plan. Die Hilfeseite zum Mehr-Einheiten-Verkauf nennt Plus und Enterprise Commerce, die Seite zu Geschäftseinheiten nur Plus. Plane den Verkauf über mehrere Einheiten deshalb auf Plus und lass dir die Berechtigung für andere Pläne von Shopify bestätigen.

Wann ein eigener Shop trotzdem passt

Ein eigener Erweiterungs-Shop passt, wenn eine Region Zahlungsabwicklung, Apps, Team und Daten vollständig getrennt führen soll oder wenn die Grenzen oben greifen, etwa bei Abos, externen Zahlarten oder automatischer Steuererklärung.

Geschäftseinheiten im selben Shop passen, wenn Katalog, Team und Pflege einmal geführt werden und diese Grenzen keine Rolle spielen. Eine allgemeine Regel gibt es dafür nicht, es bleibt eine Entscheidung am konkreten Fall.

Betrieb im Alltag: Rechte, Berichte, Apps und Pflege

Bei Märkten arbeitet dein Team in einem Shop, bei Erweiterungs-Shops in mehreren, die über Organisation und Vertrag zusammenhängen. Die Unterschiede zeigen sich bei Rechten, Berichten, Apps und der Pflege von Theme und Inhalten.

Rechte und Rollen

Bei Märkten lassen sich Mitarbeiterberechtigungen nicht je Markt vergeben (Anforderungen und Überlegungen).

Bei mehreren Shops lassen sich Benutzer und Abrechnung zentral für alle Shops verwalten (Hilfeseite zu Erweiterungs-Shops). Die Rolle Organisationsadministrator:in gibt es nur für Shops im Plus-Plan oder in einer Organisation mit mehreren Shops, sie gewährt Berechtigungen für fast alle Funktionen in der Organisation und allen ihren Shops (Rollenübersicht). Benutzerdefinierte Rollen auf Organisationsebene gibt es nur für Plus-Organisationen und Partner-Organisationen (Seite zu Organisationsberechtigungen).

Selbst Inhaber und Administratoren einer Organisation erhalten nicht automatisch Zugriff auf neue Shops, die andere Benutzer angelegt haben. Wie sich der Zugriff einmalig über die Seite Organisation in den Einstellungen öffnen lässt, beschreibt die Seite zum Erstellen eines Shops.

Die Anmeldung per SAML gibt es nur für Plus-Organisationen, sie lässt sich für einzelne oder alle Benutzer der Organisation verlangen (SAML-Seite). Die SCIM-Benutzerverwaltung über einen Identitätsanbieter ist ebenfalls nur für Plus-Organisationen verfügbar (SCIM-Seite).

Mit einer Shopify-ID greifst du auf alle Shops zu, für die du dieselbe E-Mail-Adresse verwendest, die Berechtigungen deiner Mitarbeitenden werden weiterhin pro Shop erteilt (Seite zur Shopify-ID).

Ob die Organisation für alle Erweiterungs-Shops einen gemeinsamen Zugang vorgibt, steht in Shopifys Hilfe nicht. Die SAML-Seite beschreibt die Anmeldung auf Organisationsebene, ohne das für alle Erweiterungs-Shops zuzusichern, richte den Zugang deshalb Shop für Shop ein und prüfe ihn.

Weil nicht einmal Organisationsinhaber automatisch Zugriff auf Shops erhalten, die andere angelegt haben, gehört die Rechtevergabe in die Checkliste für jeden neuen Erweiterungs-Shop. Bei Märkten fällt sie einmal an.

Berichte und Zahlen

Eine ShopifyQL-Abfrage lässt sich so anpassen, dass sie Daten mehrerer Shops gleichzeitig anzeigt (Analyse-Seite). Wer Umsätze und Bestellungen aller Live-Shops sehen will, braucht eine Rolle mit der Berechtigung Organisation > Umsätze und Bestellungen in all deinen Live-Shops anzeigen. Organisationsanalysen gibt es nur für Shops und Organisationen im Plus-Plan.

Ohne Plus entfällt die organisationsweite Sicht, die Zahlen mehrerer Shops führst du dann außerhalb von Shopify zusammen, etwa in einem eigenen Reporting. Bei Märkten liegen die Zahlen im selben Shop.

Apps, Themes und Inventar

Bei Märkten legst du Produkte im selben Shop an, und Kataloge steuern, welche Produkte in welchem Markt zu welchem Preis verfügbar sind.

Bei Erweiterungs-Shops werden Apps pro Shop abgerechnet (Hilfeseite). Wiederkehrende App-Gebühren hängen am Shop und laufen nach einem Wechsel in eine andere Organisation weiter, es sei denn, die Gebühr wird storniert (Seite zum Gruppieren).

Importierst du beim Anlegen ein Theme aus einem anderen Shop der Organisation, zeigen fest codierte Dateiverweise im Theme weiter auf die Dateien im ursprünglichen Shop (Hilfeseite).

Wer Produkte, Kollektionen, Inventar und Einstellungen zwischen Erweiterungs-Shops abgleichen will, braucht dafür eine eigene Lösung, denn sie werden nicht synchronisiert und teilen standardmäßig keine Daten. Welche Lösung passt, hängt von deinen Systemen ab.

Was bei jedem Erweiterungs-Shop erneut anfällt

Aus den Punkten oben und den Abschnitten zu Kosten und DACH ergibt sich diese Liste, die bei jedem Erweiterungs-Shop erneut anfällt und bei Märkten einmal:

  • Zugriffe und Rollen für das Team einrichten und prüfen.
  • Theme-Lizenz kaufen, Theme einrichten, Apps installieren und bezahlen.
  • Produkte, Kollektionen, Inventar und Einstellungen pflegen, weil nichts synchronisiert wird.
  • Zahlungsabwickler, Zahlarten, Versandtarife und Steuerregistrierungen einrichten.
  • Rechtstexte, Domain, Weiterleitungen und hreflang verwalten.

B2B und Endkunden: ein Shop, zwei Shops oder ein Erweiterungs-Shop

Für B2B neben dem Endkundengeschäft gibt es zwei Strukturen: B2B im selben Shop oder einen dedizierten B2B-Shop, bei Plus auch als Erweiterungs-Shop. Die Entscheidung ist laut Shopify später nur schwer zu ändern.

Was sich zwischen kombiniertem und dediziertem Shop unterscheidet

Die Seite zum Shop-Typ vergleicht beide Wege in 17 Kriterien. Im kombinierten Shop gibt es einen Admin für B2B und D2C, das Inventar ist komplett gemeinsam, die meisten Daten und Einstellungen sind standardmäßig gemeinsam, und das Branding ist gleich. Im dedizierten Shop sind Admin, Inventar, Daten und Einstellungen standardmäßig getrennt, das Branding gilt nur für B2B, und der Shop lässt sich auf B2B-Kunden beschränken.

Apps und Integrationen richtest du im kombinierten Shop einmal ein und bezahlst sie einmal, im dedizierten Shop erneut (Seite zum Shop-Typ). Wer später wechselt, muss den Großteil der Einrichtung wiederholen, einschließlich Unternehmen, Katalogen und Anpassungen am Onlineshop.

Wenn der B2B-Shop ein Erweiterungs-Shop ist

B2B-Großhandels-Shops sind ein automatisch qualifizierter Typ von Erweiterungs-Shops: Sie führen identische Produkte wie die Hauptmarke und verlangen einen Benutzer-Login und eine B2B-Organisationszuordnung (Hilfeseite zu Erweiterungs-Shops). Welche Typen es gibt und wie viele Shops kostenlos sind, steht im Abschnitt Was ein Erweiterungs-Shop ist und was nicht.

Ein dedizierter Shop kann gut passen, wenn du ein separates B2B-Erlebnis willst, ein eigenständiges Inventar brauchst, den Onlineshop nur für B2B-Kunden zugänglich machen willst oder unterschiedliches Personal für B2B und D2C hast. Ein kombinierter Shop kann gut passen, wenn du ähnliche Produkte an B2B- und D2C-Kunden verkaufst, das Inventar teilst und dasselbe Personal beide Bereiche betreut (Seite zum Shop-Typ).

Teilen Großhandel und Endkunden Marke, Lager und Sortiment, spricht die Tabelle zunächst für den kombinierten Shop.

Wie sich B2B ohne Plus aufbauen lässt, beantwortet die FAQ weiter unten und verweist auf die ausführliche Seite dazu.

Der Rückweg: Shops zusammenführen oder wieder aufteilen

Für den Rückweg beschreibt Shopifys Hilfe Schließen, Entfernen und Übertragen, aber kein Verfahren zum Zusammenführen von Shops. Den Import aus einem anderen Shop der Organisation gibt es nur beim Anlegen eines Shops.

Was Shopify zu Schließen, Entfernen und Übertragen schreibt

Einen Shop im Plus-Plan zu deaktivieren läuft über den Shopify Plus Support (Seite zum Deaktivieren), das Entfernen eines Plus-Shops aus der Organisation ebenfalls (Seite zum Entfernen). Die Informationen eines deaktivierten Shops werden garantiert zwei Jahre gespeichert, falls du ihn wieder eröffnen willst, und seine myshopify.com-Domain lässt sich nicht für einen neuen Shop verwenden.

Wer den einzigen Shop einer Organisation entfernt, löscht die Organisation (Seite zum Gruppieren). Bei Plus lassen sich Shops über den Shopify-Adminbereich übertragen, für komplexe Aufgaben nennt die Seite den Plus Support (Seite zur Inhaberschaft).

Wer bei Plus was erledigt, ist nicht eindeutig: Die Seite zum Deaktivieren schickt Plus-Shops an den Shopify Plus Support und für das Abo an einen Merchant Success Specialist, schreibt aber zugleich, dass der Support den Shop aus Sicherheitsgründen nicht für dich deaktivieren kann. Für Transfers nennt die Seite zur Inhaberschaft neben dem Adminbereich auch den Plus Support. Ein Verfahren zum Zusammenführen von Erweiterungs-Shops beschreibt Shopifys Hilfe nicht. Kläre den Weg deshalb vor dem Umbau mit deinem Shopify-Ansprechpartner.

Mehrere Shops zu einem zusammenführen

Daten aus einem anderen Shop der Organisation lassen sich nur beim Erstellen eines Shops importieren: Themes, Produkte und Kollektionen sowie Dateien (Hilfeseite zu Erweiterungs-Shops). Kunden und Bestellungen stehen nicht auf dieser Liste, danach pflegst du die Daten manuell.

Wechselst du von mehreren Shops auf mehrere Geschäftseinheiten in einem Shop, bleiben individuelle Shopify-Payments-Gebühren nicht erhalten, und das Zusammenführen von B2B-Tarifen bestehender Shops wird nicht unterstützt (Seite zum Verkauf mit mehreren Rechtsträgern).

Ein Zusammenführen in einen bestehenden Shop läuft damit über Exporte und Importe, eigene Skripte oder Apps, und Kunden, Bestellhistorie und Abos brauchen einen eigenen Plan. Ein Verfahren von Shopify dafür steht nicht in der Hilfe.

Diese Punkte gehören in jede Planung eines Zusammenführens:

  • Daten: Welche Produkte, Kollektionen, Kunden, Bestellungen und Abos in den Zielshop müssen und welche bewusst nicht.
  • URLs: ein Weiterleitungsziel je alter URL, dazu Canonical und hreflang im Zielshop.
  • Märkte im Zielshop: Länder, Währungen, Domains und Kataloge, dazu Zahlarten und Steuerregistrierungen je Land.
  • Apps, Rollen und Rechtstexte im Zielshop prüfen und die App-Abrechnung der alten Shops im Blick behalten.
  • Ablauf: gestaffelt je Land statt an einem Tag, alte Shops erst schließen, wenn Daten, Weiterleitungen und Zahlungen laufen.

Einen Shop in mehrere aufteilen

Ein neuer Erweiterungs-Shop kann beim Erstellen Themes, Produkte, Kollektionen und Dateien aus einem Shop der Organisation übernehmen und arbeitet danach völlig unabhängig mit eigenen Daten, Einstellungen und Konfigurationen (Hilfeseite zu Erweiterungs-Shops).

Eine länderspezifische Domain entwickelt ihre eigene Domain-Autorität und ihr eigenes Suchranking und erfordert den größten SEO-Aufwand (Hilfeseite zu Domains).

Die Markets-SEO-Seite beschreibt hreflang und Canonical für Märkte in einem Shop. Die Entwicklerdokumentation zu hreflang nennt getrennte Shopify-Shops auf verschiedenen Domains als Aufbau, den Markets nicht abstimmen kann und für den du eigene Tags brauchen kannst. Eine Anleitung dafür, wie getrennte Shops einander auszeichnen, gibt Shopify nicht. Beim Aufspalten setzt du hreflang und Canonical zwischen den Shops deshalb selbst im Theme-Code oder über eine App, schaltest dafür gegebenenfalls die automatischen hreflang-Tags ab, und eine neue Domain baut ihr Ranking neu auf.

Lege vor jedem Zusammenführen oder Aufteilen eine Weiterleitungstabelle je alter URL an und prüfe nach dem Umzug hreflang und Canonical.

Was im Netz steht und was Shopify tatsächlich schreibt

Viele Ratgeber zu Markets und Erweiterungs-Shops sind überholt oder ungenau, denn Shopify ändert Pläne und Funktionen laufend. Hier stehen die häufigsten Aussagen im Netz, jeweils mit dem, was Shopify heute dazu schreibt, Stand 12. Oktober 2026.

Gibt es Markets nur ab Advanced oder nur mit Plus?

Mehrere Ratgeber schreiben, Markets gebe es erst ab dem Advanced-Abo, voll nutzbar sei es nur mit Plus, oder es könne je nach Abo extra kosten.

Regionale Märkte zu erstellen ist in allen Abos kostenlos (Anforderungen und Überlegungen). Die Theme-Anpassung je Markt und die Checkout- und Kontoseiten je Markt verlangen Advanced oder Plus, Checkout-Blöcke je Markt und Geschäftseinheiten je Markt gibt es laut Plan-Tabelle nur mit Plus.

Wie viele Märkte erlaubt ein Shop?

Manche Ratgeber nennen 3 Märkte für Basic und Grow, andere bis zu 50 Märkte in allen Plänen.

Die Plus-Planseite schreibt, dass alle Abos eine unbegrenzte Anzahl von Märkten für Länder oder Regionen umfassen, und die Seite zu Markttypen nennt keine Begrenzung für Länder- und Regionsmärkte, eine Obergrenze von 3 Märkten steht dort nicht.

Wie viele Erweiterungs-Shops gibt es, und geht das auf jedem Plan?

Mehrere Ratgeber sprechen von bis zu zehn Expansion Stores oder Multi-Stores. Andere schreiben, mehrere Stores gingen auf jedem Plan, oder Expansion Stores seien kein Shopify-Feature.

Plus-Organisationen können maximal zehn Shops ohne zusätzliche Kosten haben, einen Hauptshop und neun Erweiterungs-Shops (Hilfeseite). Mehrere Shops ohne Plus gibt es als Organisation (Seite zum Gruppieren), der Begriff Erweiterungs-Shop gehört zum Plus-Plan.

Gilt Managed Markets für uns?

Manche Ratgeber nennen als Voraussetzung nur einen Sitz in den USA, andere verwenden noch den früheren Namen Markets Pro.

Markets Pro heißt seit dem 24. Juni 2024 Managed Markets (Changelog). Verfügbar ist es für Unternehmen in den kontinentalen USA und für bestimmte Shops in Kanada und Großbritannien (Hilfeseite).

Die Anforderungsseite zu Managed Markets nennt als Sitz des Unternehmens nur die kontinentalen USA, Kanada und das Vereinigte Königreich, Österreich und Deutschland stehen dort nur in der Liste der Zielländer. Die österreichische Plus-Seite führt Managed Markets unter den exklusiven Plus-Funktionen, die Übersichtsseite verlangt mindestens den Basic-Plan. Eine ausdrückliche Aussage zu Händlern mit Sitz in Österreich oder Deutschland macht Shopifys Hilfe nicht, lass dir die Verfügbarkeit vor der Planung bestätigen.

Ist die automatische Weiterleitung nach Land eine Markets-Funktion?

Manche Ratgeber führen die automatische Geolokalisierung oder Weiterleitung nach Land als eingebaute Markets-Funktion auf.

Die automatische Weiterleitung ist eine Einstellung im Admin unter Onlineshop > Einstellungen. Bei Märkten mit eigener Domain, Subdomain oder eigenem Unterordner leitet sie zur URL des Marktes, bei geteilter Domain passt sie Währung und Sprache an. EU-Kunden werden bei länderspezifischen EU-Domains nicht automatisch umgeleitet. Die Hilfeseite zur Geolocation-App nennt den 24. März 2025 als Abschaltdatum der App.

Geht eine eigene Landesdomain nur mit getrennten Shops?

Manche Ratgeber nennen unterschiedliche Landesdomains als Grund für getrennte Shops, andere bezeichnen Unterordner als Subdomain.

In einem Shop lassen sich ab dem Basic-Abo Top-Level-Domains, Subdomains, Unterordner oder eine Kombination verwenden, Unterordner nutzen die primäre Domain (Hilfeseite zu Domains).

Braucht jeder Shop eine eigene Rechtseinheit und ein eigenes Theme?

Ein älterer Ratgeber schreibt, ein Store könne nur eine Rechtseinheit abbilden, mehrere Einheiten bräuchten daher mehrere Stores, und Theme und Landingpages müssten in allen Märkten einheitlich sein.

Auf Plus lässt sich jedem Markt die juristische Person zuweisen, die Zahlungen in diesem Markt verarbeitet (Seite zu Geschäftseinheiten). Es kann nur ein Theme veröffentlicht werden (Anforderungen und Überlegungen), die Anpassung dieses Themes je Markt gibt es ab Advanced.

Was in vielen Ratgebern fehlt

In vielen Ratgebern fehlen die Themen, die für Österreich und die Schweiz zählen: OSS, EPS, TWINT sowie Sprachvarianten wie de-AT oder de-CH, und auch die Umsatzsteuer kommt oft zu kurz.

Shopifys Hilfe beschreibt die Umsatzsteuer in der EU samt Schwelle und OSS, EPS für Kunden in Österreich und TWINT für Kunden in der Schweiz. Die Einzelheiten stehen im Abschnitt DACH im Detail.

Auch der Rückweg fehlt meist: Wie sich mehrere Shops wieder zusammenführen oder ein Shop in mehrere aufteilen lässt, beschreiben die wenigsten.

Shopify beschreibt Schließen und Entfernen eines Plus-Shops über den Support (Deaktivieren, Entfernen), ein Verfahren zum Zusammenführen nennt es nicht. Mehr dazu im Abschnitt Der Rückweg.

Und was weitere Erweiterungs-Shops über die in Plus inbegriffenen hinaus kosten, nennen die wenigsten Ratgeber.

Die Preisseiten für Österreich und Deutschland nennen einen Betrag je weiterem Shop. Betrag, Währung und Stand stehen im Abschnitt Was ein weiterer Shop kostet.

Wo Shopifys eigene Seiten Unterschiedliches schreiben

Shopifys eigene Seiten unterscheiden sich an vier Stellen, die für diese Entscheidung zählen. Die Fundstellen stehen in der Liste, Stand ist der 13. Oktober 2026.

Welche Fassung gilt, bestätigt dir nur Shopify:

  • Abrechnungswährung und Betrag je weiterem Shop: Die Hilfeseite nennt nur USD oder INR und keinen Betrag, die Österreich-Seite rechnet in Euro, die Deutschland-Seite nannte am 13.10.2026 US-Dollar.
  • Theme-Lizenz bei Staging-Shops: Die deutsche Hilfeseite zu Erweiterungs-Shops nimmt sie aus, die englische Fassung und die Theme-Seite verlangen zusätzliche Lizenzen.
  • Rechnungen: Die Abrechnungsseite bündelt bei Plus alle Shops in einem Abrechnungskonto und einer Rechnung, die Theme-Seite schreibt im Zusammenhang mit Theme-Lizenzen, jeder Erweiterungs-Shop erfordere eine eigene Rechnung.
  • Zahlungsabwickler für mehrere Währungen: Die Anforderungsseite nennt Shopify Payments oder Adyen, die Domains-Seite nur Shopify Payments.

Bis Shopify das klärt, planst du mit der ungünstigeren Lesart und lässt dir die Fassung, die für deinen Vertrag gilt, schriftlich bestätigen.

Dein Kurz-Check in sechs Fragen

Dieser Check ist unsere Einordnung, die Quellen stehen in den Abschnitten oben. Jede Frage sagt dir, was ein Ja bedeutet, die Reihenfolge ist keine Rangfolge.

  1. Reichen Kataloge je Markt, um Produkte und Preise je Land zu steuern? Dann spricht das für Markets in einem Shop.
  2. Braucht eine Region ein angepasstes Theme oder einen angepassten Checkout? Dann brauchst du dafür mindestens Advanced, für Checkout-Blöcke je Markt Plus.
  3. Muss eine eigene Rechtseinheit Zahlungen abwickeln? Dann prüfst du, ob Geschäftseinheiten auf Plus mit ihren Grenzen reichen oder ein eigener Shop nötig ist.
  4. Soll eine Region Team, Daten, Apps und Storefront vollständig getrennt führen? Dann spricht das für einen Erweiterungs-Shop im Plus-Plan, mit allen Pflegekosten je Shop.
  5. Verkaufst du auch an Geschäftskunden? Dann entscheidest du, ob B2B im selben Shop läuft oder ein eigener Shop mit eigenem Branding und Inventar nötig ist.
  6. Gehören die Shops zu mehreren Marken? Dann braucht laut Shopify jede Marke einen eigenen Plus-Vertrag, eine Erweiterung derselben Marke nicht.

Dazu prüfst du bei jeder Antwort Domain-Struktur, Steuerregistrierung und Zahlarten je Land, denn sie entscheiden mit, was sich lohnt. Wenn du magst, gehen wir deine Antworten gemeinsam durch.

Unsicher, ob Markets reichen oder ein eigener Shop nötig ist? Ich gehe es gern mit dir durch.
Porträt von Philipp „Phil“ Scambor, Director E-Commerce und Co-Founder bei Digit-One
Philipp Scambor
Director E-Commerce & Co-Founder @ Digit-One
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Deine Fragen zu Markets und Erweiterungs-Shops
















Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: Oktober 2026. Die Angaben stammen von offiziellen Shopify-Seiten, abgerufen am 13.10.2026. Die Preise stammen von den Preisseiten für Österreich (Euro) und Deutschland (US-Dollar). Die Links führen zu den Quellen (Help Center in der Sprache dieser Seite, einzelne Seiten in der anderen Sprache sind im Text benannt, Newsroom, Changelog und shopify.dev auf Englisch, shopify.com/at und shopify.com/de auf Deutsch). Seiten aus dem Netz verlinken wir bewusst nicht. Shopify ändert Pläne, Preise und Funktionen laufend und datiert die meisten Help-Center-Seiten nicht, prüfe kritische Werte deshalb vor einer Entscheidung noch einmal an der Quelle. Unsere Rechenbeispiele beruhen auf diesen Werten.

Was sich geändert hat

  • 11. September 2023: Mehrere Domains lassen sich auf dem primären Markt nutzen (Changelog, Englisch).
  • 24. Juni 2024: Markets Pro heißt Managed Markets (Changelog-Eintrag vom 2. Juli 2024, Englisch).
  • 24. März 2025: Datum der angekündigten Abschaltung der Geolocation-App (Hilfeseite).
  • 2. April 2026: Shopify meldet B2B-Kernfunktionen auch für Basic, Grow und Advanced (Newsroom und Changelog, beide Englisch).
  • 13. Mai 2026: Stichtag für Basic Tax in der EU, nur Shops, die vorher für die Steuererhebung eingerichtet wurden, können es dort nutzen (Einrichtung, Migration).
  • 15. Mai 2026: Berechtigte Händler können mit Shopify Payments über mehrere juristische Personen im selben Land verkaufen (Changelog, Englisch).

Pläne, Preise und Gebühren

Erweiterungs-Shops und Organisationen

Märkte, Domains und SEO

Steuern, Zahlarten, Zoll und Rechtseinheiten

B2B

Seiten, die Unterschiedliches nennen

Welche Seiten sich widersprechen, steht im Abschnitt Wo Shopifys eigene Seiten Unterschiedliches schreiben, mit Fundstelle je Punkt.

Grenzwerte mit Fundstelle

  • Ein Hauptshop und neun Erweiterungs-Shops ohne zusätzliche Kosten, Staging-Shops zählen nicht mit, mehr als zehn Shops über den Shopify Support (Hilfeseite).
  • Je ein kostenloser B2B-Shop und ein kostenloser Shop vom Typ D2C-Shops für Großhändler pro Vertrag, ob sie zu den neun Erweiterungs-Shops zählen, nennt die Seite nicht (Hilfeseite).
  • Bis zu 3 aktive Kataloge über alle B2B-Märkte in Basic, Grow und Advanced (Plan-Tabelle).
  • 10.000 € Registrierungsschwelle für Verkäufe in andere EU-Länder (Einrichtung der EU-Steuern).
  • Transaktionsgebühr bei Managed Markets: 3,25 % (Plus) und 3,5 % (Basic, Grow, Advanced), zuzüglich Währungsumrechnung und Shopify-Payments-Gebühr (Hilfeseite).
  • Auszahlung in mehreren Währungen: 1,5 % (Advanced) und 1 % (Plus) in globalen Regionen (Hilfeseite).

Stimmt eine Angabe nicht mehr? Dann schreib uns an hello@digit-one.com. Wir prüfen sie gegen die Quelle und korrigieren die Seite.