
Shopify-Shops für vier Märkte
Theme-Codebasis für alle Shops
Wochen vom Kick-off bis zum Go-Live
Vier Märkte, vier Shops, ein Theme
Für KA-EX, eine Schweizer Marke für Sport-Nahrungsergänzung, haben wir vier eigenständige Shopify-Shops für die USA, die Schweiz, die EU und Großbritannien umgesetzt.
Sie laufen aus einer gemeinsamen Theme-Codebasis, lösen die bisherigen Shops auf WordPress/WooCommerce ab und sind ans ERP angebunden. In den Shops für die USA und die Schweiz kommen Abos und Bundles mit dynamischen Preisen dazu.
Wir haben konzipiert, Theme und Module entwickelt, Systeme integriert und die Daten migriert. Alle vier Shops sind live.
Von WooCommerce zu Shopify, Markt für Markt
KA-EX betrieb seine Märkte über je einen eigenen Shop auf WordPress/WooCommerce, angebunden über Schnittstellen an Dienstleister. Das Frontend hatte das Team des Kunden angepasst, und die Seiten liefen seit Jahren weitgehend unverändert.
Das Ziel war ein einheitliches Shopify-Frontend für alle Märkte. Ein neu eingeführtes ERP sollte als zentrales System die Stammdaten führen, und das Marketing sollte die Shopify-Shops selbst pflegen können. Im Mittelpunkt standen eine gute UX und ein schneller Kauf.
Das Projekt lief in drei Phasen: Konzeption, Umsetzung und Rollout, danach Service und Weiterentwicklung. Der Starttermin stand wegen paralleler Systemumstellungen beim Kunden fest. Um das Risiko zu verteilen, haben wir den Go-Live gestaffelt: Die Schweiz und die USA gingen zuerst live, die EU und Großbritannien folgten. Vom Kick-off bis zum Go-Live vergingen jeweils rund acht Wochen, beide Termine wurden gehalten.
Unser Teil im Projekt
Wir haben die Shopify-Konzeption, die Entwicklung von Theme und Modulen, die Integrationen und die Migration übernommen. Design, Inhalte, Tracking, Marketing-Tools und der ERP-Connector kamen von Partnern des Kunden.



Vier Shops, ein Theme
In der Konzeption haben wir Markets und eigene Shops gegenübergestellt. Die Entscheidung fiel für vier eigenständige Shops, ein Multi-Store-Setup: Jeder Markt hat so eigene Rechtstexte, eine eigene Abrechnung, eigenes Tracking und einen eigenen ERP-Connector. Der Nachteil ist der Pflegeaufwand, denn neue Funktionen müssen in allen Shops ankommen. Das löst der zentrale Theme-Code.
Alle Shopify-Shops teilen sich eine Theme-Codebasis. Grundlage ist ein gekauftes Premium-Theme, das wir in ein Git-basiertes Setup überführt haben: ein Repository, pro Shop ein Branch. Änderungen laufen über Pull Requests, Pipelines liefern das Entwicklungs-Theme automatisch ins Live-Theme aus. Änderungen aus dem Theme-Editor bleiben im Repository synchron. Neue Funktionen entstehen einmal und werden in die anderen Shops übernommen.
Eigenen Code schreiben wir nur dort, wo das Theme etwas nicht kann. So entstanden ein Marquee-Banner, Hero-Tags, ein Trustblock auf der Produktseite, ein Produkt-Slider und globale Testimonials als Metaobjekt. Das Team von KA-EX pflegt sie über Theme-Editor und Metafelder, ohne Code.
Warum nicht Markets?
Markets bündelt mehrere Länder in einem Shop und passt gut, wenn Rechtstexte, Abrechnung, Tracking und ERP für alle Märkte weitgehend gleich sind. Bei KA-EX unterscheiden sie sich je Markt, deshalb haben wir getrennte Shops gebaut.
ERP-Anbindung und Migration
Jeder Shopify-Shop hängt über einen eigenen ERP-Connector am zentralen ERP (Odoo). Der Connector stammt vom ERP-Partner (Twio), wir haben ihn gemeinsam installiert und zuerst gegen eine Testinstanz geprüft. Jedes Produkt in Shopify entspricht einem Artikel im ERP, der Abgleich läuft über die SKU. Stammdaten und Preise führt das ERP, Beschreibungen pflegt das Marketing in Shopify. Eine Bestellung läuft vom Shop ins ERP und von dort bis zum Versand.
Bei der Migration kamen zuerst die Produkte per Import. Kunden und Bestellungen hat ein eigenes Skript aus dem Export der alten Shops ins Shopify-Importformat überführt, einmal initial und einmal als Delta am Go-Live-Tag. Die Weiterleitungen stammen aus dem Search-Console-Export, den Sitemaps und den Links aus Kundenmails, KA-EX hat sie geprüft. Wo es keine Nachfolger-URL gibt, liefert der Shop ein sauberes 404 statt einer Weiterleitung auf die Startseite.
Der Ablauf am Go-Live
Der alte Shop ging in den Wartungsmodus, die DNS-TTL war vorab gesenkt, ein Backup und der Delta-Import liefen. Danach stellten wir das DNS um und spielten je Markt Testbestellungen bis zum Versand durch.

Abos und Bundles mit dynamischen Preisen
KA-EX wünschte sich Bundles und Abo-Modelle. Die Abo-Engines sind Apps von Drittanbietern, unser Teil ist alles darum herum. Wir haben Widget und Kundenportal ins Theme integriert und gestaltet, Bedienlogik und Preisanzeige gebaut und ein Pflegekonzept für das KA-EX-Team geschrieben.
Die Abo-App für die USA (Loop) bietet längere Laufzeiten nur als eigene Variante an. Deshalb haben wir einen Custom Variant Selector gebaut: Er blendet die Standard-Variantenwahl gezielt aus, bietet eine eigene Auswahl an und aktualisiert das Widget über die API der App. Gesteuert wird er per Kollektion und Metafeld.
Die Bundle-Buy-Box ist ein Theme-Block mit Metaobjekt. Preise, Streichpreise und der Tagespreis erscheinen dynamisch aus dem Shopify-Produkt und den Selling Plans, ein einziges Produkt-Template trägt alle Abo-Produkte.
Im Schweizer Shop läuft eine zweite Abo-App (Kaching) mit derselben Bedienlogik: Metafelder und ein Theme-Schalter steuern, was angezeigt wird. Zwei Apps, eine Bedienlogik. Schreibt eine App ihre Änderungen direkt in Theme-Dateien, führen wir sie kontrolliert in unsere Entwicklung zusammen.
Pflege über Felder statt Code
Die Inhalte je Abo-Option pflegt das Team von KA-EX über Felder im Shop, eine Pflege-Anleitung zeigt, wie.
Länderlogik, Datenschutz und Widerruf
Wer einen der Shops öffnet, landet automatisch im Shop des passenden Marktes: Eine Geolocation-App (Orbe) leitet zwischen den Shops weiter. Die native Market-Weiterleitung von Shopify ist in allen Shops abgeschaltet, und die Märkte dürfen sich zwischen den Shops nicht überlappen.
Amazon-Bewertungen laden als Embed (Elfsight) erst nach der Zustimmung im Cookie-Banner. Bis dahin steht ein Content-Blocker mit Platzhalter im Shop, ein Button öffnet das Cookie-Banner erneut. Die Texte sind pflegbar, der Blocker lässt sich je Shop abschalten und kommt aus einem zentralen Snippet, die Schriften laden wir lokal statt von externen Servern.
Die EU-Richtlinie 2023/2673 sieht vor, dass Verbraucherinnen und Verbraucher online geschlossene Verträge über eine gut sichtbare Widerrufsfunktion widerrufen können und eine Eingangsbestätigung mit Datum und Uhrzeit erhalten. Den Widerrufsbutton haben wir mit einem Shopify-Formular und einem Flow umgesetzt, der die Bestätigung samt Zeitstempel automatisch verschickt, dazu eine eigene Widerrufsseite mit Footer-Link. Zwei Varianten waren konzipiert, eine ist umgesetzt.
Eine Währung je Shop
Jeder Shop hat seinen eigenen Markt und seine eigene Währung: US-Dollar, Schweizer Franken, Euro und britisches Pfund.
Technik, keine Rechtsberatung
Das beschreibt unsere technische Umsetzung und ist keine Rechtsberatung. Welche Pflichten für einen Shop gelten, klärt der Händler mit seiner Rechtsberatung.
Qualität, Releases und Zusammenarbeit
Jede Änderung geht denselben Weg: Wir entwickeln lokal, öffnen einen Pull Request und lassen ihn von einer zweiten Person prüfen. Danach testet der Product Owner, Rückmeldungen laufen in eine Feedbackschleife, und erst nach der Freigabe gilt die Änderung als abgeschlossen. Getestet wird auf Staging, auf Live wird nur gepflegt, neue Stände gehen über eine Release-Pipeline zu einem geplanten Zeitpunkt live.
Zur Qualität gehört auch, was man nicht sofort sieht. Wir haben Findings aus der Google Search Console und strukturierte Daten korrigiert, die H1-Logik für den Collection-Hero angepasst, eine Datenschutz-Checkbox am Newsletter-Formular ergänzt und die Standard-Benachrichtigungen gestaltet.
Am Projekt arbeiteten mehrere Parteien: neben KA-EX und uns die Agentur für Design und Inhalte (WeCatch), ein Partner für Tracking und Marketing-Tools (Ad Union) und der ERP-Partner. Montags trafen wir uns zum Weekly, dazwischen gab es enge Check-ins, Abnahmen liefen über Figma-Kommentare. Die Shops gehören KA-EX, wir arbeiten als Collaborator mit, und für Metafelder und Metaobjekte gibt es Pflege-Anleitungen.
Nach dem Rollout
Mit dem Rollout war die Arbeit nicht zu Ende: Es folgten Service und Weiterentwicklung, etwa bei Abos, Bundles und dem Widerrufsbutton.
Lass uns deine Idee angehen
Digit-One hat für KA-EX vier eigenständige Shopify-Shops für die USA, die Schweiz, die EU und Großbritannien umgesetzt, die aus einer gemeinsamen Theme-Codebasis entstehen. Dazu gehören die Migration von WordPress/WooCommerce, die ERP-Anbindung, die Länderweiterleitung, Abos und Bundles mit dynamischen Preisen in den Shops für die USA und die Schweiz sowie der EU-Widerrufsbutton. Design und Inhalte kamen von der Agentur des Kunden.
Bei KA-EX kamen zuerst die Produkte per Import, dann Kunden und Bestellungen: Ein Skript überführt den Export ins Shopify-Importformat, einmal initial und einmal als Delta am Go-Live-Tag. Weiterleitungen entstehen aus Search-Console-Export, Sitemaps und Links aus Kundenmails, URLs ohne Nachfolger liefern ein sauberes 404. Am Go-Live-Tag folgen Wartungsmodus, Backup, DNS-Umschaltung und Testbestellungen je Markt, danach setzen Kunden ihr Passwort per Reset neu.
Das hängt davon ab, wie unterschiedlich die Märkte sind. Brauchen sie eigene Rechtstexte, Abrechnung, Tracking und einen eigenen ERP-Connector, spricht das für ein Multi-Store-Setup mit eigenen Shops, das braucht aber mehr Pflege. Bei KA-EX haben wir vier eigenständige Shops gebaut und gleichen den Pflegeaufwand mit einem zentralen Theme-Code aus.
Mit einer gemeinsamen Codebasis und einem festen Ablauf: ein Repository, pro Shop ein Branch, Änderungen über Pull Requests mit Review und Pipelines, die automatisch ausliefern. Neue Funktionen entstehen einmal und werden in die anderen Shops übernommen. Änderungen aus dem Theme-Editor bleiben im Repository synchron.
Über einen Connector, der Shopify mit dem ERP verbindet. Bei KA-EX hat jeder Shop seinen eigenen, wir haben ihn gemeinsam mit dem ERP-Partner installiert und zuerst gegen eine Testinstanz geprüft. Produkte und Artikel werden 1:1 über die SKU abgeglichen, Stammdaten und Preise führt das ERP, Bestellungen laufen von Shopify ins ERP und weiter bis zum Versand.
Die Abo-Engine kommt als App, alles darum herum entsteht im Theme. Bei KA-EX haben wir Widget und Kundenportal integriert, die Bundle-Buy-Box als Theme-Block mit Metaobjekt gebaut und Preise, Streichpreise und Tagespreis dynamisch aus Produkt und Selling Plans angezeigt. Zwei Apps, für die USA und die Schweiz, laufen unter einer Bedienlogik.
Mit einer gut sichtbaren Widerrufsfunktion, die den Eingang mit Datum und Uhrzeit bestätigt, so sieht es die EU-Richtlinie 2023/2673 vor. Bei KA-EX haben wir dafür ein Shopify-Formular mit einem Flow für die automatische Eingangsbestätigung und eine eigene Widerrufsseite mit Footer-Link umgesetzt. Das ist keine Rechtsberatung.
Indem sie erst nach der Zustimmung im Cookie-Banner laden. Bei KA-EX zeigt ein Content-Blocker bis dahin einen Platzhalter, ein Button öffnet das Cookie-Banner erneut. Die Texte sind pflegbar, der Blocker lässt sich je Shop abschalten und kommt aus einem zentralen Snippet, die Schriften laden lokal. Das ist keine Rechtsberatung.



