Headless CMS Vergleich: Sanity, Storyblok oder WordPress?

Welches CMS passt zu deiner Website?

Sanity, Storyblok oder WordPress: Die richtige Wahl hängt weniger vom System ab als von deinem Team, deinen Inhalten und deinem Betrieb. In diesem Headless CMS Vergleich beschreiben wir, wo jedes der drei Systeme stark ist, wo seine Grenzen liegen und für wen es sich lohnt. Wir sind Partner von Sanity, arbeiten mit Storyblok und haben früher viele Projekte auf WordPress umgesetzt. Deshalb legen wir unsere Sicht offen und belegen Zahlen mit Quellen. Stand der Angaben: Oktober 2026.

Entscheidungshilfe in 30 Sekunden

Wann passt welches System? Die Kurzfassung, die Details folgen weiter unten.

Verknüpfte InhalteEigenes Datenmodell
Sanity

Passt, wenn deine Inhalte miteinander verknüpft sind (Produkte, Standorte, Sprachen, Märkte), du ein eigenes Datenmodell brauchst und dein Team eine Redaktionsoberfläche will, die genau auf eure Arbeit zugeschnitten ist.

Visual EditorMulti-Site
Storyblok

Passt, wenn Marketing Seiten visuell zusammenbauen soll, mehrere Websites oder Marken in einem System laufen und der Alltag möglichst ohne Entwicklerhilfe auskommen soll.

Bestehende SeiteKleines Projekt
WordPress

Passt, wenn du schon eine gepflegte WordPress-Seite hast, dein Projekt klein und anwendungsnah ist (zum Beispiel mit Login oder Formular-Ökosystem) oder dein Team WordPress sicher bedient.

Noch unsicherBeratung
Noch offen?

Dann hilft dir die Kriterienliste weiter unten, oder du sprichst kurz mit uns: Wir empfehlen das System, das zu deiner Anforderung passt.

Brauchst du überhaupt ein Headless CMS?

Ein Headless CMS trennt die Inhaltsverwaltung von der Darstellung. Die Inhalte liegen in einem Backend und gelangen per API an Website, Shop oder App. Das lohnt sich, wenn dieselben Inhalte an mehreren Stellen erscheinen, wenn du mehrere Sprachen oder Märkte führst oder wenn Performance und Wartung für dich zählen.

Bei einer kleinen Seite mit wenigen Unterseiten und einem Team, das WordPress kennt, ist ein klassisches System oft die ehrlichere Antwort. Headless ist außerdem kein SEO-Vorteil an sich: Entscheidend ist die Umsetzung mit serverseitig gerenderten Seiten, sauberer Struktur und durchdachten Weiterleitungen.

Die vier Digit-One-Gründer auf dem Sofa vor dem Moos-Logo, Weitwinkel
Unsicher, welches System passt? Ich helfe dir gern weiter.
Porträt von Philipp „Phil“ Scambor, Director E-Commerce und Co-Founder bei Digit-One
Philipp Scambor
Director E-Commerce & Co-Founder @ Digit-One
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Headless CMS Vergleich nach Kriterien

Die Kriterien stammen aus den Entscheidungen, die wir mit Kunden tatsächlich treffen.

Redaktion und Konsistenz

Sanity: Das Studio ist Open Source und frei anpassbar. Visual Editing und Live-Vorschau sind in allen Plänen enthalten.

Storyblok: Der Visual Editor mit Live-Vorschau ist für Einsteiger sehr eingängig. Blöcke lassen sich kopieren und globale Module mit Überschreiben nutzen. Der Seitenbaukasten kann bei tiefer Informationsarchitektur zu uneinheitlichen Strukturen führen.

WordPress: Der Editor ist weit verbreitet und vertraut. Über die Jahre vermischen sich bei vielen Seiten Inhalt und Layout, abhängig vom Plugin-Stack.

Datenmodell und Flexibilität

Sanity: Das Schema liegt als Code im Projekt, Inhalte werden per GROQ abgefragt, GraphQL wird zusätzlich unterstützt.

Storyblok: Komponentenbasiertes Modell. Das Schema lässt sich per CLI im Code pflegen. Für neue Projekte empfiehlt Storyblok die REST-API, GraphQL gibt es erst ab dem Plan Premium.

WordPress: Sehr flexibel durch Plugins und Themes, die Struktur hängt von der jeweiligen Umsetzung ab.

Mehrsprachigkeit

Sanity: Wir setzen Sprachen auf Feldebene um, also pro Feld eine Übersetzung. Das ist eine Entscheidung im Schema, kein Plugin-Zusatz.

Storyblok: Feld-, Ordner- oder Space-Ebene sind kombinierbar. Für mehrere Domains arbeiten wir mit Ordnerstruktur in einem Space.

WordPress: Mehrsprachigkeit läuft über Plugins wie WPML.

Sicherheit und Wartung

Sanity: Gehostetes Backend mit SOC-2-Type-II-Zertifikat. SAML-SSO gibt es nur im Enterprise-Plan. Updates des Backends übernimmt der Anbieter.

Storyblok: ISO 27001 und TISAX, Auftragsverarbeitungsvertrag vorhanden. SSO, SCIM und eigene Rollen gibt es erst ab dem Plan Premium.

WordPress: Der Kern ist selten das Problem. Laut Patchstack (Daten 2025) lagen 91 Prozent der neu gemeldeten Schwachstellen in Plugins, 9 Prozent in Themes und nur 6 im Kern, 46 Prozent hatten bei Veröffentlichung keinen Patch. Sicherheit hängt hier an Plugin-Auswahl und Pflege.

Performance

Sanity und Storyblok: Mit Next.js und serverseitig gerenderten Seiten sind sehr gute Werte gut erreichbar. Einen plattformweiten Vergleich zwischen Headless und WordPress gibt es nicht, es hängt an der Umsetzung.

WordPress: Laut HTTP Archive Web Almanac 2025 bestehen mobil 45 Prozent der WordPress-Seiten die Core Web Vitals, bei TYPO3 sind es 79 Prozent. Der Almanac betont, dass die Ergebnisse stark an der Umsetzungsdisziplin hängen. Eine gepflegte Seite mit wenigen Plugins und gutem Hosting kann deutlich besser abschneiden.

Kostenmodell

Sanity: Kostenlos starten, im Plan Growth pro Nutzer. Dazu kommen nutzungsbasierte Limits für Bandbreite und Anfragen, für zusätzliche Datasets fallen Gebühren an. Enterprise ist individuell.

Storyblok: Abrechnung pro Space, mit Stufen von Starter bis Elite. Einige Funktionen (eigene Rollen, Workflows, Backups, GraphQL) hängen am Plan.

WordPress: Die Software ist kostenlos (GPL), Kosten entstehen für Hosting, Plugins, Lizenzen und Pflege.

Aktuelle Preise findest du auf den Seiten der Anbieter, denn sie ändern sich: Sanity, Storyblok.

Datenstandort und DSGVO

Sanity: Nach eigenen Angaben DSGVO-konform, Auftragsverarbeitungsvertrag mit EU-Standardvertragsklauseln. Die primäre Datenhaltung liegt bei Google Cloud in Belgien. Für KI-Funktionen setzt Sanity Anbieter in den USA ein, das gehört in deine Prüfung.

Storyblok: Hosting bei AWS in Frankfurt als Standard. Die Datenregion lässt sich erst in den Plänen Premium und Elite vertraglich festlegen.

WordPress: Du wählst den Hoster und damit den Standort selbst.

Abhängigkeit vom Anbieter (Lock-in)

Sanity: Inhalte lassen sich als NDJSON exportieren, das Schema liegt in deinem Repository. Das Backend ist ein gehosteter Dienst.

Storyblok: Gehosteter Dienst, das Schema liegt im Storyblok-Backend und kann per CLI mit dem Code abgeglichen werden.

WordPress: Offen und selbst hostbar, praktisch aber an Theme und Plugins gebunden.

Das Digit-One-Team als Gruppe auf der Sitzbank, mit Office-Hund
Blick in das offene Digit-One-Büro mit Arbeitsplätzen und Pflanzen
Digit-One-Kolleg:innen beim Tischtennis im Büro
Zwei Digit-One-Kollegen auf dem Sofa im Büro, im Vordergrund Pflanzen

Sanity oder Storyblok? Plattform und unser Setup

Sanity. Sanity ist ein gehostetes Backend für strukturierte Inhalte mit frei anpassbarem Studio. Wir bauen jedes Sanity-Projekt mit Next.js auf einer eigenen, laufend weiterentwickelten Boilerplate, in der Studio und Frontend zusammen im Projekt liegen. Sanity glänzt bei verknüpften Inhalten, Mehrsprachigkeit und individuellen Redaktionsabläufen. Seine Grenzen: Es ist ein gehosteter Dienst, nutzungsbasierte Limits wollen von Beginn an eingeplant sein (Caching, Bot-Schutz), und Funktionen wie Login oder Kommentare im Frontend brauchen zusätzliche Dienste. Nutzer nennen auf G2 außerdem eine steile Lernkurve.

Storyblok. Storyblok ist ein Headless CMS aus Linz mit Visual Editor und komponentenbasiertem Modell. Wir setzen es vor allem ein, wenn mehrere Websites oder Standorte in einem System laufen und Marketing den Alltag selbst steuert. Die Grenzen liegen im Preismodell: Es wird pro Space abgerechnet, und Rollen, Workflows und Backups hängen am Plan. Das sollte vor der Entscheidung durchgerechnet werden.

Wie wir entscheiden. Wir prüfen mit dir die Anforderungen und empfehlen das System, das dazu passt. Die Empfehlung folgt der Anforderung, nicht der Gewohnheit.

Wann WordPress richtig bleibt

WordPress ist weit verbreitet: Laut W3Techs nutzen es rund 40 Prozent aller Websites und rund 59 Prozent der Websites mit bekanntem CMS (Stand Oktober 2026), mit leicht fallendem Trend. Es ist kostenlos (GPL), hat die größte Entwickler-Gemeinde und bleibt für kleine, anwendungsnahe Projekte oder bestehende, gepflegte Seiten eine gute Wahl.

Wir haben jahrelang mit einer eigenen, modularen WordPress-Boilerplate gearbeitet (zum Beispiel für Darbo) und betreuen bestehende Projekte weiter. Neue Projekte setzen wir heute selten damit um, weil wir bei verknüpften Inhalten, Mehrsprachigkeit und laufender Wartung mit einem Headless-Setup besser fahren. WordPress ist deshalb nicht schlecht: Eine gepflegte Custom-Architektur ist etwas anderes als ein gewachsener Plugin-Stack.

Weitere Systeme im Überblick

Contentful ist ein Cloud-Dienst und gehört seit dem Abschluss der Übernahme am 1. September 2026 zu Salesforce. Payload CMS ist Open Source (MIT-Lizenz) und gehört seit 2025 zu Figma; es kommt in Frage, wenn Open Source und eigenes Hosting Pflicht sind. TYPO3 ist Open Source und in Deutschland verbreitet, wir setzen es nicht ein.

d'arbo: Produktinszenierung eines Konfitüren-Glases mit Blüten und Beeren
Agile Webentwicklung

d'arbo

Zuletzt geprüft

Stand: Oktober 2026. Quellen: Anbieter-Seiten (Sanity, Storyblok, WordPress.org), W3Techs, HTTP Archive Web Almanac 2025, Patchstack „State of WordPress Security in 2026“. Wir aktualisieren diese Seite regelmäßig.

50+

umgesetzte Projekte

0

gescheiterte Go-Lives

12+

ERP- & Systemintegrationen

8

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