Contentful wechseln oder bleiben? Was die Salesforce-Übernahme für dich heißt

Wechseln musst du nicht, prüfen solltest du

Salesforce hat Contentful am 1. September 2026 übernommen. Musst du deshalb wechseln? Unsere Einschätzung: Nach heutigem Stand nein. Contentful hat Kunden bei der Ankündigung am 1. Juni 2026 zugesagt, Innovation, Flexibilität und Support auf dem gewohnten Niveau zu liefern. Die öffentlichen Nutzungsbedingungen nennen Contentful-Gesellschaften als Vertragspartner, und die Liste der Unterauftragsverarbeiter vom 8. Oktober 2026 führt kein Salesforce-Unternehmen. Offen ist, wie genau Contentful in Salesforce eingebunden wird und was das für Pakete und Preise heißt. Deshalb lohnt der Blick vor der nächsten Verlängerung.

Hier siehst du, was feststeht, woran du Bleiben, Prüfen oder Wechseln festmachst, was bei einem Wechsel mitwandert und wovon Kosten und Dauer abhängen. Stand: 14. Oktober 2026.

Was bisher bekannt ist: Ankündigung, Zusage, Abschluss, Plan

Vier Aussagen von Salesforce und Contentful, zuerst die datierten, zuletzt der Plan ohne Termin. Die Quellen stehen im Abschnitt Quellen und Stand.

1. Juni 2026Ankündigung
Verbindliche Vereinbarung

Salesforce und Contentful geben eine verbindliche Vereinbarung bekannt: Salesforce will Contentful übernehmen.

1. Juni 2026Contentful
Zusage an Kunden

Contentful schrieb vor dem Abschluss, Kunden blieben die oberste Priorität, und sagte zu, Innovation, Flexibilität und Support auf dem gewohnten Niveau zu liefern.

1. September 2026Abschluss
Übernahme abgeschlossen

Salesforce schreibt, die Übernahme sei am 1. September 2026 abgeschlossen worden. Contentful nennt sich auf seiner Website per Banner jetzt offiziell Teil von Salesforce.

Ohne TerminSalesforce
Plan: Einbindung in Customer 360

Salesforce will Contentful nativ in Customer 360 einbinden und die Composability erhalten, die Entwickler und digitale Teams von einer modernen Headless-Plattform erwarten. Einen Termin nennt die Mitteilung nicht.

Was seit der Übernahme feststeht, was angekündigt ist und was offen bleibt

Was feststeht

Salesforce meldet, die Übernahme sei am 1. September 2026 abgeschlossen worden. Als Vertragspartner nennen die Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 15. September 2025 für Kunden in Europa die Contentful GmbH in Berlin. Die Liste der Unterauftragsverarbeiter vom 8. Oktober 2026 führt kein Salesforce-Unternehmen. Eine neue Vertragsgesellschaft lässt sich aus den öffentlichen Dokumenten bisher nicht ablesen.

Beide Dokumente tragen ein Datum. Lies sie vor einer Verlängerung noch einmal, denn ein neues Datum zeigt eine neue Fassung.

Was angekündigt ist

Salesforce will Contentful nativ in Customer 360 einbinden und die Composability erhalten, die Entwickler und digitale Teams von einer modernen Headless-Plattform erwarten. Außerdem sollen die KI-Agenten von Salesforce Inhalte abfragen, zusammenstellen und ausliefern können. Contentful hat Kunden am 1. Juni 2026 zugesagt, Innovation, Flexibilität und Support auf dem gewohnten Niveau zu liefern, also vor dem Abschluss. Beides sind Absichtserklärungen: Einen Termin oder eine ausgelieferte Funktion nennt die Mitteilung von Salesforce nicht.

Was offen ist

Zu Paketen und Preisen steht in den Mitteilungen von Salesforce und Contentful nichts. Zu Datenflüssen nennt Salesforce nur das Ziel, Kundendaten mit Inhalten zu verbinden, aber keine Details, Termine oder Bedingungen. Frag deinen Ansprechpartner bei Contentful vor der Verlängerung schriftlich nach Preisbindung, Bündelangeboten und Datenfluss und plane bis dahin mit der ungünstigeren Variante. Prognosen zu steigenden Preisen oder zu einer stockenden Roadmap sind bisher Vermutungen.

Bleiben, prüfen oder wechseln: Sechs Fragen zeigen den nächsten Schritt

Beantworte die Fragen der Reihe nach. Die meisten lassen sich ohne Fachwissen beantworten, bei Frage 6 hilft ein Blick der IT. Zu jeder steht, was ein Ja für dich bedeutet. Mehrere Ja sind normal, dann zählt die Frage, die bei dir am schwersten wiegt.

  1. Nutzt ihr Salesforce oder wollt ihr es einführen, und profitiert euer Content von einer engen Anbindung? Dann spricht vieles fürs Bleiben. Sichere Vertrag und Ausstieg trotzdem ab.
  2. Steht eine Verlängerung an oder läuft der Vertrag bald aus? Dann prüfe vorher die sieben Fragen weiter unten und kläre Alternativen und Aufwand.
  3. Verlangen Einkauf, Strategie oder Datenschutz einen anderen Anbieter? Dann bereite einen Wechsel vor, beginnend mit einem Proof of Concept. Eigentümerwechsel kommen in der Branche vor, Payload ist seit Juni 2025 Teil von Figma. Entscheidend ist, dass du aussteigen kannst.
  4. Arbeitet eure Redaktion anders, als das System sie gut trägt, etwa weil sie vor allem im visuellen Editor arbeiten will oder eine Oberfläche nach euren Abläufen braucht? Dann prüfe einen Wechsel zu Storyblok (visueller Editor) oder Sanity (Studio nach Maß).
  5. Steht ohnehin ein Relaunch oder Frontend-Umbau an? Dann ist es ein günstiger Zeitpunkt: Abfragen, Komponenten und Vorschau werden sowieso angefasst, der Zusatzaufwand fällt nach unserer Einschätzung kleiner aus.
  6. Hängen viele Apps, Workflows, Releases und Webhooks am System? Dann ist der Aufwand hoch. Starte mit einem Proof of Concept auf dem schwierigsten Teil und entscheide danach.

Unsere Einschätzung: Für die meisten ist der nächste Schritt Prüfen, nicht Wechseln. Bleiben passt, wenn Setup und Redaktion funktionieren und weder Einkauf noch Datenschutz einen anderen Anbieter verlangen, mit Salesforce im Stack erst recht. Wechseln lohnt bei einem konkreten Auslöser, nicht aus Sorge.

Ehrlich gehört dazu: Ein Wechsel zu Sanity oder Storyblok ändert den Anbieter, nicht die Abhängigkeit von einem Cloud-Dienst. Beide laufen als Cloud-Dienst, und auch ein Open-Source-System wie Payload spart beim Kern die Lizenzgebühr, aber nicht Entwicklung, Betrieb und Pflege.

Entscheidungsraster mit sechs Fragen zu Contentful nach der Übernahme durch Salesforce und dem Ergebnis bei Ja: Salesforce im Stack heißt Bleiben, anstehende Verlängerung Prüfen, Anbieterwunsch von Einkauf, Strategie oder Datenschutz Wechsel vorbereiten, abweichende Redaktionsarbeit Wechsel prüfen, Relaunch günstiger Zeitpunkt, viele Abhängigkeiten zuerst ein Proof of Concept.

Das Entscheidungsraster auf einen Blick

Sechs Fragen, sechs Antworten. Neben jeder Frage steht, was ein Ja bedeutet: Bleiben, Prüfen, Wechsel vorbereiten, Wechsel prüfen, ein günstiger Zeitpunkt oder zuerst ein Proof of Concept.

Das Diagramm ist auf Deutsch. Seine sechs Zeilen entsprechen den sechs Fragen im Abschnitt davor.

Sieben Fragen, die du vor der Verlängerung stellst

Stell die Fragen schriftlich an deinen Ansprechpartner bei Contentful und an dein eigenes Team. Die Antworten zeigen, ob Bleiben, Prüfen oder Wechseln zu euch passt.

  1. Welche Vertragsgesellschaft und welche Laufzeit stehen in eurem Bestellformular? Die Nutzungsbedingungen nennen für Europa die Contentful GmbH in Berlin, prüfe, ob das bei euch so steht.
  2. Welche Fassung der Nutzungsbedingungen und des Auftragsverarbeitungsvertrags gilt für euch, und wie teilt Contentful Änderungen mit?
  3. Wo liegen eure Daten, gibt es eine EU-Region, und wer kann von außerhalb der EU zugreifen? Die EU-Datenresidenz ist ein Add-on und beschränkt den Zugriff laut Contentful nicht auf die EU.
  4. Welche Zusatzprodukte nutzt ihr, etwa Apps aus dem Marketplace oder KI-Funktionen, und welche Unterauftragsverarbeiter hängen daran? Bei KI-Funktionen nennt die Liste unter anderem OpenAI, Amazon Bedrock und Google Vertex AI.
  5. Was hängt am System: Apps, Webhooks, Workflows, Releases, Rollen? Vieles davon überträgt ein Export nicht von selbst, mehr dazu weiter unten.
  6. Was hängt in Frontend und Redaktion an Contentful: Abfragen, Rich Text, Vorschau, Sprachen?
  7. Wie kommt ihr wieder heraus: Habt ihr einen Export einmal getestet?

Findest du auf eine Frage keine Antwort, ist das schon ein Ergebnis: Dann liegt der erste Schritt in der Bestandsaufnahme, nicht im Anbieterwechsel.

Vertrag, Datenschutz, Datenhoheit: Was die Dokumente sagen

Vertragspartner

Für Kunden in Europa, Großbritannien, im Nahen Osten, in Afrika und Asien ist nach den Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 15. September 2025 die Contentful GmbH in Berlin Vertragspartner, für Amerika, Australien und Neuseeland die Contentful Inc. Ein Bestellformular, das auf die Bedingungen verweist, geht ihnen bei Widersprüchen vor, und Contentful darf den Vertrag ohne Zustimmung an einen Rechtsnachfolger oder ein verbundenes Unternehmen abtreten. Prüfe in deinem Bestellformular oder Rahmenvertrag, welche Gesellschaft und welche Laufzeit dort genannt sind.

Änderungen der Bedingungen

Contentful darf die Bedingungen nach eigenem Ermessen ändern, und die fortgesetzte Nutzung gilt als Annahme. Wer schriftlich widerspricht, behält die bisherige Vereinbarung, Contentful kann sie dann mit Mitteilung kündigen. Die Klausel stand schon vor der Ankündigung der Übernahme in den Bedingungen. Auch verlinkte Dokumente wie den Auftragsverarbeitungsvertrag darf Contentful mit Veröffentlichung ändern. Deshalb liest du vor der Verlängerung neue Fassungen der Bedingungen und des Auftragsverarbeitungsvertrags.

Unterauftragsverarbeiter und Datenstandort

Die Liste der Unterauftragsverarbeiter vom 8. Oktober 2026 nennt unter anderem AWS für das Hosting in den USA, in Irland und in Deutschland, Cloudflare, Fastly und Google Cloud sowie bei KI-Funktionen OpenAI, Amazon Bedrock und Google Vertex AI. Ein Salesforce-Unternehmen steht nicht darin.

Die EU-Datenresidenz ist ein Add-on für berechtigte Tarife: Contentful richtet dafür eine neue Organisation in der EU-Region ein. Der Zugriff darauf ist nicht auf die EU beschränkt, und dass Daten nur in der EU verarbeitet werden, lässt sich nach Contentfuls Angaben wie bei den meisten SaaS-Anbietern nicht garantieren.

Was das für dich heißt

Lies die aktuelle Fassung des Auftragsverarbeitungsvertrags und die Liste der Unterauftragsverarbeiter vor der Verlängerung noch einmal und binde deinen Datenschutzbeauftragten ein, bei Bedarf auch Juristen. Dieser Abschnitt fasst öffentliche Dokumente zusammen und ist kein Rechtsrat.

Vier Wege nach der Übernahme: bleiben, Sanity, Storyblok oder etwas anderes

Die vier Wege sind keine Rangliste. Jede Kachel nennt, wann der Weg passt oder worauf du achtest. Wir begleiten Wechsel zu Sanity und Storyblok, die vierte Kachel zeigt, was bei weiteren Systemen zu bedenken ist.

ContentfulExit-Plan
Bei Contentful bleiben

Passt, wenn Setup und Redaktion funktionieren und weder Einkauf noch Datenschutz einen anderen Anbieter verlangen. Bleiben heißt nicht Nichtstun: Vertrag lesen, Export testen, Ausstiegsplan haben.

SanityStudio nach Maß
Zu Sanity wechseln

Passt, wenn Datenmodell, Workflows und Integrationen anspruchsvoll sind. Ein offizielles Paket legt Schema und Importdatei an, nach unserer Einschätzung als Ausgangsbasis, nicht als fertiges Ergebnis.

StoryblokVisueller Editor
Zu Storyblok wechseln

Passt, wenn die Redaktion vor allem im visuellen Editor arbeiten soll. Ein Tutorial mit Beispielskript zeigt den Weg, einen fertigen Importer nennt Storyblok dort nicht.

PayloadOpen Source
Andere Systeme prüfen

Ein Open-Source-System wie Payload spart beim Kern die Lizenzgebühr, aber nicht Entwicklung, Betrieb und Pflege. Payload ist seit Juni 2025 Teil von Figma.

Sanity oder Storyblok: Woran du die Wahl festmachst

Wir sagen dir, wo unser Interesse liegt: Wir bauen Websites mit Sanity und Storyblok, unsere eigene Website läuft auf Sanity, und auch mit Contentful haben wir schon gearbeitet. Ein Wechsel oder ein Proof of Concept wäre für uns bezahlte Arbeit. Deshalb steht hier auch, wann wir selbst zum Bleiben raten: wenn Setup und Redaktion funktionieren und weder Einkauf noch Datenschutz einen anderen Anbieter verlangen, mit Salesforce im Stack erst recht.

Sanity passt, wenn Datenmodell, Workflows und Integrationen anspruchsvoll sind und das Studio exakt um eure Abläufe gebaut werden soll. Storyblok passt, wenn die Redaktion vor allem im visuellen Editor arbeiten und mit vorbereiteten Komponenten selbstständig Seiten bauen soll. Vorschau und Visual Editing bieten auch Sanity und Contentful, mit anderem Schwerpunkt. Beide sind Cloud-Dienste, die Storyblok GmbH sitzt laut Impressum in Linz, Vertragspartner kann aber eine andere Gesellschaft der Storyblok Group sein.

Die Wahl zwischen beiden erklären wir im Headless-CMS-Vergleich nach Situation statt nach Rangliste, unsere Leistungen rund um Headless-Websites stehen im Hub für Headless Websites. Hast du gerade eine Verlängerung vor dir, entscheide nicht nach dem System, sondern nach dem Auslöser aus den sechs Fragen.

So läuft ein Wechsel ab: Sechs Schritte

Der Ablauf gilt für Sanity und Storyblok als Ziel. Die Werkzeuge stammen aus den offiziellen Anleitungen: der Contentful-CLI, dem Sanity-Paket und der Storyblok-Dokumentation.

  1. Bestandsaufnahme: Content-Typen, Einträge, Assets, Sprachen, Apps, Webhooks, Rollen und alles im Frontend, was auf Contentful zugreift.
  2. Zielmodell: Übernimm das Modell nicht eins zu eins. Sanity arbeitet mit Dokumenten und Portable Text, Storyblok mit Komponenten, und bei Storyblok bestimmen Ordner die URL-Pfade.
  3. Export und Umwandlung: Die Contentful-CLI exportiert Content-Typen, Einträge, Assets und mehr. Für Sanity legt das offizielle Paket Schema und Importdatei an. Bei Storyblok schreibst du ein Skript über die Management API oder nutzt die CLI-Befehle stories push und assets push, die Verweise zwischen Einträgen automatisch auf die neuen IDs abbilden. Rich Text braucht bei Storyblok eine eigene Umwandlung.
  4. Probelauf: Beginne mit einer kleinen Scheibe, schreibe Skripte, die du gefahrlos wiederholen kannst, und rechne mit Ratenlimits der Schnittstellen. Erst danach lohnt sich eine Schätzung für alles.
  5. Frontend und Redaktion: Schreibe die Abfragen neu, richte Vorschau und Sprachen ein und schule das Team.
  6. Start: Friere die Inhalte im Altsystem ein, solange du das neue System für den Livegang vorbereitest, leite alte Adressen weiter, bei Assets mindestens die stark genutzten, reiche die Sitemap neu ein und halte das alte System die ersten Tage bereit.

Die Schritte 4 und 6 folgen den Empfehlungen der Storyblok-Dokumentation: Beginn mit einem einfachen Content-Typ oder wenigen Einträgen, Content Freeze im Altsystem, Weiterleitungen und ein Altsystem, das die ersten Tage betriebsbereit bleibt.

Contentful-Export in drei Gruppen: Die Exportdatei enthält Content-Typen, Einträge, Assets, Sprachen, Rollen, Editor-Oberflächen, Webhooks ohne Zugangsdaten und optional Entwürfe. Es fehlen Versionsverlauf, geplante Releases, Aufgaben, Workflows, Space-Mitgliedschaften und eigene Apps. Neu gebaut werden Frontend-Abfragen, Rich-Text-Umwandlung, Vorschau, Sprachmodell, Rollen und Weiterleitungen.

Was der Export liefert, was nicht und was du neu baust

Der Export überträgt Inhalte und Modell, nicht alles drumherum. Laut Contentfuls Dokumentation fehlen Versionsverlauf, geplante Releases, Aufgaben, Workflows, Space-Mitgliedschaften sowie eigene Apps und UI-Extensions.

Was Frontend und Redaktion ausmacht, baust du im Zielsystem weitgehend neu: Abfragen, Vorschau, Sprachmodell, Rollen und Schulung, bei Storyblok auch die Rich-Text-Umwandlung. Das Sanity-Paket wandelt Rich Text selbst in Portable Text um und überspringt dabei Tabellen.

Das Diagramm ist auf Deutsch. Seine drei Spalten entsprechen diesem Text und dem Abschnitt zu den Stolpersteinen.

Acht Stolpersteine, die bei Wechseln teuer werden

Viele dieser Punkte nennen das Storyblok-Tutorial zum Wechsel von Contentful, die Storyblok-Dokumentation zur CMS-Migration und Contentfuls Export-Dokumentation selbst. Lies sie, bevor du einen Zeitplan zusagst.

  • Rich Text: Bei Storyblok lässt sich das Format nicht direkt übernehmen, plane eine eigene Umwandlung ein. Beim Sanity-Paket prüfst du das Ergebnis, denn Tabellen werden übersprungen.
  • Verknüpfungen: Bei Storyblok importierst du verlinkte Einträge in der Reihenfolge ihrer Abhängigkeiten, und Referenzen brauchen eine Zuordnung von alten auf neue IDs.
  • Sprachen: Kläre früh, wie das Zielsystem Mehrsprachigkeit abbildet. Storyblok kennt dafür Felder, Ordner und mehrere Spaces.
  • Umgebungen: Contentful kennt Environments, Storyblok bietet Environments erst seit August 2026 und nur als Sandbox-Spaces in bestimmten Tarifen, nicht für Live-Seiten. Für Entwicklung und Tests legst du sonst einen eigenen Space an.
  • Eigene Apps und Erweiterungen: Sie lassen sich nicht exportieren und müssen im Zielsystem neu gebaut oder ersetzt werden.
  • Asset-URLs: Adressen von Bildern und Dateien ändern sich, leite zumindest die stark genutzten weiter und passe eingebettete Adressen an. Alternativen sind CDN-Regeln oder eine eigene Asset-Domain.
  • Skripte: Schreibe sie so, dass du sie gefahrlos mehrfach starten kannst, und rechne mit Ratenlimits der Schnittstellen.
  • Schulung: Die Redaktion arbeitet danach in einer neuen Oberfläche, plane Einarbeitung und Dokumentation ein.

Was einen Wechsel aufwendig macht: Sechs Treiber statt einer Zahl

Eine seriöse Zahl gibt es nicht ohne Blick in dein Setup, deshalb nennen wir keine. Wovon der Aufwand abhängt, lässt sich aber benennen.

  1. Umfang und Verschachtelung des Content-Modells
  2. Abhängigkeiten: Apps, Workflows, Vorschau, Webhooks und Sprachen
  3. Frontend-Anteil: Wie viel Code greift direkt auf Contentful zu?
  4. Redaktion: Rollen, Freigaben und Schulung
  5. SEO-Absicherung: Weiterleitungen, Asset-URLs und Sitemap
  6. Parallelbetrieb: Wie lange läuft Contentful bis zum Vertragsende neben dem neuen System?

Schau bei der Schätzung zuerst auf die Abhängigkeiten, erst danach auf die Zahl der Einträge. Storyblok rät, das Modell zuerst per Proof of Concept zu klären und den Migrationslauf mit einem einfachen Content-Typ oder wenigen Einträgen zu beginnen. Wir gehen einen Schritt weiter: ein Proof of Concept auf dem schwierigsten Teil, erst danach Zeitplan und Budget.

Contentful-Preise nennen wir nicht, sie ändern sich. Frag deinen Ansprechpartner nach dem aktuellen Angebot und nach den Bedingungen für eine Kündigung.

Websites auf Contentful, Storyblok und Sanity

Drei Projekte, drei Systeme: Der Bundesliga Rookie Award wurde mit Contentful umgesetzt, b_smart mit Storyblok und PROTOS mit Sanity.

Bundesliga

Rookie Award

b_smart Hotelgruppe

PROTOS

Was wir für eine erste Einschätzung brauchen

Schick uns diese fünf Angaben, dann können wir einschätzen, ob ein Proof of Concept sinnvoll ist. Du musst nichts vorbereiten, was du nicht ohnehin weißt.

  1. Dein Contentful-Tarif und das Vertragsende
  2. Zahl der Content-Typen und Sprachen
  3. Eingesetzte Apps und Webhooks
  4. Dein Frontend-Stack
  5. Ein geplanter Relaunch, falls es ihn gibt
Unsicher, ob Bleiben, Prüfen oder Wechseln zu dir passt? Ich gehe es gern mit dir durch.
Porträt von Islam „Sami“ Mechtijev, Director Web & Dev-Ops und Co-Founder bei Digit-One
Islam Mechtijev
Director Web & DevOps, Co-Founder @ Digit-One
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Prüfen wir gemeinsam, ob du bei Contentful bleibst oder wechselst

Deine Fragen zu Contentful nach der Übernahme
















Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: Oktober 2026. Alle Quellen wurden am 14. Oktober 2026 abgerufen. Die Aussagen zu Contentful stützen sich auf Dokumente von Contentful und Salesforce, die zu Sanity und Storyblok auf deren eigene Seiten, die zu Payload auf den Blog von Figma. Datiert sind die Ankündigung am 1. Juni 2026, der Abschluss am 1. September 2026, die Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 15. September 2025 und die Liste der Unterauftragsverarbeiter vom 8. Oktober 2026. Verträge, Listen und Pläne ändern sich, prüfe kritische Punkte deshalb vor einer Entscheidung an der verlinkten Quelle. Contentful-Preise nennen wir nicht. Dieser Text ist kein Rechtsrat.

  1. Salesforce Signs Definitive Agreement to Acquire Contentful, Salesforce Newsroom, 1. Juni 2026, mit Hinweis zum Abschluss am 1. September 2026.
  2. A New Chapter for Contentful: Scaling Our Vision with Salesforce, Contentful-Blog, 1. Juni 2026.
  3. Contentful, Terms of Service, Fassung vom 15. September 2025.
  4. Contentful Sub-processors and Affiliates, Stand 8. Oktober 2026.
  5. Contentful Help Center, EU data residency, ohne Datum, abgerufen am 14. Oktober 2026.
  6. Contentful Developers, Import and export content with the Contentful CLI, ohne Datum, abgerufen am 14. Oktober 2026.
  7. contentful-to-sanity und GitHub-Repository, Sanity, Version 5.0.0 vom 13. März 2026.
  8. Storyblok, CMS Migration und Storyblok, Internationalization, Dokumentation, jeweils zuletzt aktualisiert am 13. Oktober 2026, sowie Storyblok, Environments, Handbuch, zuletzt aktualisiert am 6. Oktober 2026.
  9. Migrating a Blog Site from Contentful to Storyblok, Storyblok, 30. Juni 2025.
  10. Storyblok, Legal Notice (Impressum), abgerufen am 14. Oktober 2026.
  11. Welcoming Payload to the Figma team, Figma-Blog, 17. Juni 2025.