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Gerecht oder Geschlecht?
Kalendertage von der Beauftragung bis zum Kampagnenstart
Zielgruppen: Frauen, Männer und Unternehmen
Videofolgen in einem eigenen Bereich
Quizfragen in zwei Quizzen
Eine Kampagnenwebsite, die Gleichstellung erklärt und mitmachen lässt
Wir von Digit-One haben gemeinsam mit der Kreativagentur Demner, Merlicek & Bergmann (DMB) gerechtodergeschlecht.at umgesetzt, die Kampagnenwebsite „Gerecht oder Geschlecht?“ des österreichischen Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF), kurz Frauenministerium. Die Website bündelt Videofolgen, zwei Quizze, einen Bereich zum Mitmachen und ein Menü, mit dem Besucher:innen die Darstellung selbst anpassen. Zum Kampagnenstart rund um den Internationalen Frauentag war die Seite online, danach zog sie in die Infrastruktur des Ministeriums um und wuchs mit der Kampagne.
Die Aufgabe: eine Kampagnenwebsite für drei Zielgruppen und einen Termin
Die Website sollte das Zuhause der Kampagne „Gerecht oder Geschlecht?“ werden, die das BMFWF zum Internationalen Frauentag startete. Die Kampagne fragt, ob ungleiche Ergebnisse für Frauen bei Einkommen, Teilzeit, unbezahlter Sorgearbeit und Pensionen gerecht sind oder am Geschlecht liegen, und richtet den Blick auf strukturelle Rahmenbedingungen.
Drei Zielgruppen sollten sich angesprochen fühlen: Frauen, Männer und Unternehmen. Jede bekommt auf der Seite einen eigenen Bereich. Fakten, Videos und Quiz sollten zusammenspielen. Und die Seite musste zum Kampagnenstart am Pressetermin online sein.
Rollen im Projekt: BMFWF, DMB und Digit-One
Das BMFWF verantwortet die Kampagne und ihre Inhalte. Von DMB stammen Kampagnenkonzept, Kreation und Videos. Wir haben UX/UI-Design und Entwicklung der Website übernommen, den Umzug in die Infrastruktur des Ministeriums und spätere Änderungen.



Das Design: klare Wege durch die Kampagne
Die Startseite bündelt die Kampagne an einem Ort: Einstieg mit Mitmach-Bereich, Videofolgen, drei Themenbereiche für Frauen, Männer und Unternehmen, beide Quizze und weiterführende Links. Jeder Themenbereich hat seine eigene Kampagnenfarbe, die Inhalte sind in aufklappbaren Abschnitten gegliedert. Das Design entstand in Figma, in Feedback-Schleifen mit DMB und dem Ministerium, und folgt der Kampagnenwelt von DMB mit flachen Illustrationen und fetten Überschriften.
Barrierefreiheit: Darstellung selbst anpassen
Ein Barrierefreiheits-Menü am Seitenrand lässt Besucher:innen die Darstellung selbst anpassen: Schriftgröße, Zeilenabstand, Buchstabenabstand, Schriftstärke und Kontrast sind einstellbar, Überschriften und Links lassen sich hervorheben. Die Erklärung des Ministeriums zur Barrierefreiheit ist im Footer verlinkt. Warum Barrierefreiheit in der UI/UX-Gestaltung ein Muss ist, haben wir in einem eigenen Beitrag beschrieben.
Quiz zu Gleichstellung und Frauengesundheit: so funktioniert es
Beide Quizze führen Frage für Frage durch ihr Thema, eines zu Gleichstellung und eines zu Frauengesundheit, jeweils mit elf Fragen. Zu jeder Frage gibt es vier Antworten, danach erscheint ein Info-Text, bei vielen Fragen mit verlinkter Quelle. Am Ende zeigt die Seite das Ergebnis in Prozent und Links zum Vertiefen. Fragen und Texte stammen vom Ministerium.
Mitmachen: eigenes Bild gestalten und teilen
Die Kampagne lädt zum Mitmachen ein: Besucher:innen gestalten mit einer Vorlage ein eigenes Bild und teilen es. Die Startseite zeigt dazu eine Collage aus Porträts und verlinkt die Vorlage sowie das Upload-Formular des Ministeriums.

Die Umsetzung: in 14 Tagen zum Kampagnenstart online
Zwischen Beauftragung und Kampagnenstart lagen 14 Kalendertage. Zum Pressetermin war die Website mit Startseite und Quiz online, weitere Bausteine folgten in Etappen.
Design und Entwicklung arbeiten bei uns in einem Team zusammen: Rückfragen laufen auf kurzem Weg. Für den Start wählten wir eine Lösung, mit der die Seite schnell online gehen konnte. Nach dem Start zog sie, abgestimmt mit der IT des Ministeriums, in dessen Infrastruktur um. Das Ministerium gab den Umzug frei.
Die Website besteht aus statischen Seiten. Quiz und Menü laufen im Browser, die Schriften werden direkt von der Website ausgeliefert.
Erweiterungen: die Website wächst mit der Kampagne
Seit dem Start ist die Website mit den Phasen der Kampagne gewachsen: zuerst ein eigener Bereich für die Videofolgen, dann der Footer mit Links zu den Social-Media-Kanälen, später die Mitmach-Phase mit Collage-Header und ein zweites Quiz zu Frauengesundheit.
Inhaltliche Änderungen, etwa an Texten und Links, gingen mehrfach innerhalb weniger Stunden live. Das zweite Quiz nutzt die Mechanik des ersten: Vom Eingang der fertigen Fragen bis zur geprüften Umsetzung verging rund ein Tag.
Änderungen und Weiterentwicklung nach dem Start
Änderungen laufen bei uns als Ticket durch Umsetzung, Review und Abnahme. Erweiterungen werden auf Desktop und Mobil geprüft, den Zeitpunkt größerer Neuerungen stimmen wir mit dem Ministerium ab.
Die Zusammenarbeit: Feedback-Schleifen und Freigaben
Ministerium, DMB und Digit-One arbeiteten mit klar getrennten Zuständigkeiten. Entwürfe und Zwischenstände gingen in Feedback-Schleifen, Änderungen wurden eingearbeitet und erneut gezeigt.
Neuerungen gingen erst nach Freigabe des Ministeriums live, zum Beispiel die Social-Media-Links im Footer und der Collage-Header. Wie wir mit Kreativagenturen als Partner arbeiten, steht auf unserer Seite zu Agentur-Partnerschaften.
Das Ergebnis: ein digitales Zuhause für die Kampagne
Die Kampagne hat ihr digitales Zuhause: Die Website war zum Kampagnenstart online, zog mit Freigabe des Ministeriums in dessen Infrastruktur um und wächst seitdem mit den Phasen der Kampagne. Auch für „elementarwichtig“ des Bundesministeriums für Bildung haben wir mit DMB gearbeitet, dort mit anderer Rollenverteilung: Informationsarchitektur, User Journeys und Web-Design-System kamen von uns, umgesetzt hat die Website das Entwicklungsteam des Bildungsministeriums. Mehr dazu im Case Elementarpädagogik Österreich.
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